Peter Thiel: Tech-Milliardär plant Umzug nach Argentinien als „Plan B“
Peter Thiel: Umzug nach Argentinien als Plan B

Peter Thiel: Investor erwägt Umzug nach Argentinien – „Plan B für die Zivilisation“

Der Tech-Milliardär und Trump-Unterstützer Peter Thiel hat sich eine Villa in Buenos Aires gekauft. Steuersorgen und Weltuntergangsszenarien treiben den Silicon-Valley-Investor in den Süden.

Der umstrittene US-Milliardär Peter Thiel plant offenbar seinen Umzug nach Argentinien. Seit April lebt der 58-Jährige zeitweise in Buenos Aires, hat dort eine Villa in einem der exklusivsten Stadtteile erworben, seine Familie mitgebracht und seine Kinder in einer lokalen Schule eingeschrieben.

Argentinien, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf mehrere mit Thiels Plänen vertraute Personen, sei für den Milliardär eine weitere Option, um sich auf internationale Krisen vorzubereiten. Thiel, der in Deutschland geboren und in den USA aufgewachsen ist, erhielt 2011 die neuseeländische Staatsbürgerschaft und beantragte 2022 einen Pass in Malta.

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Dass der Mitgründer von Paypal und Palantir, Risikokapitalgeber und langjähriger Stratege der amerikanischen Rechten, sich für Argentinien entschieden hat, ist kein Zufall. Thiel und Argentiniens Präsident Javier Milei teilen eine Abneigung gegen Steuern, Sozialismus und staatliche Regulierung. Die beiden trafen erstmals 2024 persönlich zusammen, vermittelt durch Alec Oxenford, Argentiniens Botschafter in Washington und früherer Empfänger von Thiel-Kapital. Seither hat Thiel auch Wirtschaftsminister Luis Caputo sowie den Deregulierungsminister Federico Sturzenegger getroffen.

Warum Argentinien für Thiel attraktiv ist

Argentinien bietet Thiel nicht nur ein günstiges Steuerumfeld, sondern auch eine politische Ausrichtung, die seinen libertären Überzeugungen entspricht. Präsident Javier Milei, ein selbsternannter Anarchokapitalist, hat weitreichende Deregulierungen und Steuersenkungen durchgeführt. Für Thiel ist Argentinien ein idealer Rückzugsort, falls die USA oder andere Länder seinen Vorstellungen von Freiheit und Eigenverantwortung nicht mehr gerecht werden.

Thiel hat wiederholt betont, dass er eine globale Krise erwarte und sich daher mehrere „Plan B“-Optionen sichere. Neben Neuseeland und Malta ist nun Argentinien hinzugekommen. Die Villa in Buenos Aires dient als Basis für weitere Aktivitäten in Südamerika.

Kritik und Kontroversen

Thiels Umzugspläne stoßen auf gemischte Reaktionen. Während seine Anhänger die Freiheit des Milliardärs loben, kritisieren Gegner, dass Thiel mit seinem Vermögen Steuern umgehe und sich in autoritäre Regime einkaufe. Argentinien selbst steckt in einer schweren Wirtschaftskrise mit hoher Inflation und Armut. Thiels Investitionen könnten jedoch als Signal für ausländische Kapitalgeber dienen.

Ob Thiel tatsächlich dauerhaft nach Argentinien zieht, bleibt abzuwarten. Derzeit pendelt er zwischen den USA und Buenos Aires. Seine Kinder sind bereits in der argentinischen Hauptstadt eingeschult, was auf einen längerfristigen Aufenthalt hindeutet.

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