In der indischen Hauptstadt Neu-Delhi hat ein verheerender Brand in einem mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshaus mindestens 21 Menschenleben gefordert. Das Feuer, das am Mittwochmorgen ausbrach, konnte inzwischen gelöscht werden, doch die Bilanz ist tragisch. Nach Angaben der örtlichen Polizei wurden mindestens 19 weitere Personen aus dem Gebäude gerettet und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Rettungskräfte durchsuchen das Gebäude weiterhin nach möglichen weiteren Opfern.
Brandausbruch im Erdgeschoss
Medienberichten zufolge soll das Feuer gegen 9.45 Uhr Ortszeit in einem Restaurant im Erdgeschoss des Gebäudes im südlichen Stadtteil Malviya Nagar ausgebrochen sein. Der erste Notruf ging kurz darauf bei der Feuerwehr ein. In dem Gebäude befand sich auch eine Bed-and-Breakfast-Pension, in der offenbar mehrere Gäste übernachteten. Die indische Nachrichtenagentur PTI berichtet, dass unter den Opfern auch Personen aus Zentralasien und Afrika sind.
Ursache noch unklar
Die genaue Ursache des Feuers war zunächst noch unklar. Die Behörden haben Ermittlungen eingeleitet. In Indien kommt es immer wieder zu verheerenden Bränden, die häufig auf mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen, fehlende Fluchtwege und veraltete elektrische Anlagen zurückzuführen sind. Diesmal könnte jedoch auch ein technischer Defekt oder Fahrlässigkeit eine Rolle gespielt haben.
Reaktionen der Politik
Die Regierungschefin des Hauptstadtterritoriums Delhi, Rekha Gupta, ordnete umgehend eine Untersuchung des Brandes an. Indiens Premierminister Narendra Modi sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefes Beileid aus und kündigte finanzielle Unterstützung für die Hinterbliebenen an. Die Höhe der Hilfen wurde zunächst nicht genannt.
Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig, da das Gebäude eng bebaut ist und die Zufahrtswege für die Einsatzfahrzeuge eng waren. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, Sicherheitsvorschriften in Gebäuden strikt einzuhalten, um derartige Tragödien zu verhindern.



