Dschungel trifft Küste: Eine Strandsafari in Gabun
Im Loango-Nationalpark in Gabun erleben Besucher ein einzigartiges Naturschauspiel: Waldelefanten trotten zum Ozean, Flusspferde schaukeln in den Wellen und Gorillas brüllen im Regenwald. Dieses zentralafrikanische Land, in dem der Regenwald bis an den Atlantik reicht, bietet eine Strandsafari, die selbst erfahrene Afrikakenner ins Staunen versetzt.
Spuren der Wildnis
Die Fährte ist noch ganz frisch, flüstert Yorick Igalo und deutet auf den Fußabdruck im Schlamm. Eindrucksvoll zeichnet sich die Spur eines Gorillas ab. Der Guide vermutet, dass der Silberrücken gerade den Sumpf durchquert hat. Nicht weit davon sind die Fährten einer ganzen Affenhorde zu sehen. Der Tag ist noch jung, doch der Regenwald ist längst erwacht. In den Baumkronen krakeelen Hornvögel, schillernde Nektarvögel lassen Kobaltblau und Orangegelb aufblitzen.
Artenreichtum und Naturschutz
Gabun gilt als Vorreiter im Naturschutz. Etwa 85 Prozent des Landes sind bewaldet, der Export von Tropenholz wurde verboten. 2002 erhielten 13 artenreiche Gebiete Nationalpark-Status. Hier leben Gorillas, Schimpansen, Mandrills, Waldelefanten, Flusspferde und Rotbüffel. Auch Löwen sind wieder heimisch. Touristen können zudem von Juli bis September Buckelwale beobachten.
Exklusive Erlebnisse
Die meisten Besucher teilen sich die Strände und Safaripfade mit niemandem. Der Condé Nast Traveller zählt Gabun zu den Best Places to Go 2026. Die begrenzte Anzahl an Lodges und Zeltcamps macht eine Safari exklusiv und kostspielig. Guide Igalo führt seine Gruppe tiefer in den Wald. Am Abend beobachten sie Pinselohrschweine, Büffel und Waldelefanten an der Küste.
Pongara-Nationalpark: Ein Paradies
Im Pongara-Nationalpark auf einer Halbinsel führt Guide Abdoul Koumangoye Moto seine Gäste zum Strand. Nur 25 Kilometer von Libreville entfernt, fühlt man sich wie gestrandet an einer abgeschiedenen Küste. Hier sehen Besucher frühmorgens Elefanten oder Flusspferde am Meer, gelegentlich auch Leoparden und Antilopen. Die Tiere genießen die frische Brise ebenso wie die Menschen.
Lederschildkröten: Giganten der Meere
Am späten Abend entdeckt Moto eine Lederschildkröte, die ihre Eier ablegt. Diese größte Schildkrötenart der Welt hat ein tiefes Loch in den Sand gegraben. Die Eier fallen in die Kuhle, dann füllt das Tier das Loch sorgfältig mit Sand. In etwa 60 Tagen werden die Schlüpflinge dem Ozean folgen. Gabun ist eine der wichtigsten Eiablage-Stätten dieser Art.
Reisetipps
Anreise: Mit Air France über Paris oder Ethiopian Airlines über Addis Abeba nach Libreville. Safari-Veranstalter bieten Transfers in die Nationalparks. Unterkunft: Pongara Lodge ab 345 Euro pro Nacht, Loango Savannah Camp all-inclusive ab 2950 Euro pro Person. Veranstalter: Ivory Tours bietet 10-tägige Naturreisen ab 4190 Euro, Swan Hellenic Expeditionskreuzfahrten ab 8925 Euro. Weitere Informationen: visitgabon.ga.



