Vom Handy im Dekolleté zur seriösen Reporterin
Larissa Riquelme (41) wurde 2010 bei der WM in Südafrika schlagartig berühmt, als sie sich vor den Spielen der paraguayischen Nationalmannschaft ein Handy ins Dekolleté steckte und sich von den Kameras ablichten ließ. Innerhalb weniger Tage war sie die meistgesuchte Person im Internet, erhielt Werbeverträge und immense Aufmerksamkeit.
16 Jahre später ist Riquelme erneut bei einer Weltmeisterschaft vor Ort – diesmal jedoch in einer weitaus seriöseren Mission. Sie berichtet für die Medienplattform „La Tribu“ über das Turnier. Nach dem dramatischen Sieg Paraguays im Elfmeterschießen gegen Deutschland (5:4 n.E.) zeigte sie ihre Emotionen: „Während der gesamten Partie habe ich gebetet, das Elfmeterschießen habe ich mit dem Rücken zum Geschehen verfolgt. Ich habe immer weiter gebetet, am Ende sogar auf den Knien.“ Sie dankt Gott: „Ich habe ihm vertraut, mich dazu entschieden, alles in seine Hände zu legen. Beim Spiel habe ich seine Gegenwart gespürt. Er hält seine Hand über mein Leben.“
Ein Leben voller Höhen und Tiefen
Riquelmes Leben verlief nicht immer einfach. Nach der WM 2010 erschienen ihre Fotos in mehreren Herrenmagazinen, sie trat in TV-Shows auf, arbeitete später als Moderatorin und verkaufte Content auf OnlyFans. Besonders turbulent war ihr Privatleben: 2011 begann sie eine Beziehung mit dem argentinisch-paraguayischen Fußballprofi Jonathan Fabbro (44, u.a. River Plate und Cerro Porteño).
2017 wurde Fabbro verhaftet und im August 2019 von einem Gericht in Buenos Aires wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in mindestens fünf Fällen verurteilt. Das Opfer war seine eigene Nichte und Patentochter, die Taten ereigneten sich zwischen 2015 und 2017, als das Mädchen zwischen fünf und elf Jahre alt war. Fabbro sitzt aktuell in Haft. Trotz der widerlichen Vorwürfe hielt Riquelme jahrelang öffentlich zu ihm und verteidigte ihn sogar in den Medien. Erst Anfang 2026 wurde offiziell bekannt, dass sich die beiden endgültig getrennt haben.
Fokus auf die Karriere als Sportjournalistin
Mittlerweile konzentriert sich Riquelme voll auf ihre Karriere als Sportjournalistin. Nach einem Studium der Kommunikationswissenschaften arbeitet sie als Analystin und Co-Kommentatorin. Zum aktuellen Turnier sagt sie: „Unser Weg ist noch nicht vorbei!“



