Interpol fahndet nach Frau mit Schlangen-Tattoo nach Anschlag auf Oligarchen
Interpol fahndet nach Frau mit Schlangen-Tattoo

Die internationale Fahndung nach einer mutmaßlichen Bombenlegerin, die am Freitag von Interpol eingeleitet wurde, führt nach Deutschland. Die 39-jährige Ukrainerin Anastasiia Berezovska soll am 24. Juni 2026 in Monaco einen Sprengsatz in der Luxusresidenz des ukrainischen Oligarchen Wadym Jermolajew platziert und aus sicherer Entfernung gezündet haben. Bei dem Anschlag wurden Jermolajew (58), seine langjährige Geliebte Anna Nasobina (46) und der gemeinsame 13-jährige Sohn schwer verletzt. Nasobina verlor beide Beine, alle drei erlitten schwere Splitter- und Verbrennungsverletzungen. Jermolajew schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Fahndung mit „Red Notice“

Interpol veröffentlichte auf Ersuchen der monegassischen Behörden eine sogenannte „Red Notice“, die Berezovska als „braunhaarig“ und mit einem auffälligen Tattoo „am rechten Arm von der Schulter bis zum Ellbogen“ beschreibt – „möglicherweise“ eine Schlange. Die Behörden warnen, die Frau sei „bewaffnet und gefährlich“ und könne sich in Begleitung von Komplizen befinden. Zeugen sollten ihr mit „äußerster Vorsicht“ begegnen. Laut der britischen „Daily Mail“ zeigen Überwachungsvideos, wie die Verdächtige nach der Tat mit einem schwarzen Fischerhut zu Fuß über die Grenze nach Frankreich flüchtete und anschließend nach Italien gelangte.

Deutschland-Connection enthüllt

Nach Informationen von BILD hielt sich Berezovska bis zuletzt in einem Mehrfamilienhaus im Main-Taunus-Kreis (Hessen) auf. Sie war wegen des Ukraine-Krieges nach Deutschland geflüchtet. Am Dienstag durchsuchten deutsche Ermittler die Wohnung. „Vor dem Hintergrund, dass die Frau möglicherweise an der Tat beteiligt war, setzten wir Spezialeinsatzkräfte ein“, sagte Virginie Wegner vom LKA Hessen zu BILD. „Sie wurde in der Wohnung nicht angetroffen.“ Ihre persönlichen Gegenstände wurden sichergestellt und an die Behörden in Monaco übergeben. „Dort wird dann bewertet, ob diese Gegenstände ihnen bei den Ermittlungen helfen werden“, so Wegner weiter.

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Hintergrund des Anschlags

Wadym Jermolajew, der in der rauen Geschäftswelt der Ukraine zum Superreichen wurde, hielt sich zum Zeitpunkt des Anschlags an der vermeintlich sicheren Côte d’Azur auf. Die Bombe war in einem Rucksack versteckt, den Berezovska sich Zugang zur Luxusresidenz verschafft haben soll. Die monegassische Polizei ist überzeugt, dass die 39-Jährige die Drahtzieherin des Attentats ist. Die Ermittlungen dauern an.

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