Erdbeben in Venezuela: Tote steigen auf 2.595 – Tausende vermisst
Erdbeben in Venezuela: 2.595 Tote – Tausende vermisst

Die Zahl der Todesopfer nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist auf mindestens 2.595 gestiegen. Dies gab die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez am Donnerstagabend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz in Caracas bekannt. Im Vergleich zu den am Mittwoch gemeldeten Zahlen bedeutet dies einen Anstieg um 300 Tote. Zudem gibt es mehr als 11.000 Verletzte, und Tausende Menschen werden noch vermisst. Es wird befürchtet, dass die Opferzahl weiter steigen könnte.

Doppelbeben der Stärken 7,2 und 7,5 erschütterte Venezuela

Seit dem verheerenden Doppelbeben der Stärken 7,2 und 7,5 am 24. Juni wurden offiziellen Angaben zufolge 862 Nachbeben registriert. Die Häufigkeit und Stärke dieser Nachbeben nehmen zwar allmählich ab, dennoch ist die Gefahr eines weiteren starken Bebens nicht vollständig gebannt. Die Behörden bleiben in erhöhter Alarmbereitschaft.

Rettungsarbeiten und humanitäre Lage

Die Rettungs- und Bergungsarbeiten laufen auf Hochtouren, werden jedoch durch die anhaltenden Erschütterungen und die Zerstörung der Infrastruktur erschwert. Viele Straßen sind unpassierbar, und die Kommunikation in den betroffenen Gebieten ist eingeschränkt. Hilfsorganisationen versuchen, die Überlebenden mit Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung zu unterstützen. Die venezolanische Regierung hat internationale Hilfe angefordert.

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Die genaue Zahl der Vermissten ist noch unklar, aber Schätzungen gehen von mehreren Tausend aus. Die Behörden haben Suchteams in die am stärksten betroffenen Regionen entsandt. Die geschäftsführende Präsidentin Rodríguez betonte, dass alle verfügbaren Ressourcen mobilisiert würden, um die Opfer zu bergen und die Verletzten zu versorgen.

Experten warnen vor weiteren Beben

Seismologen warnen, dass die Region weiterhin seismisch aktiv ist. Obwohl die Anzahl der Nachbeben abnimmt, besteht die Möglichkeit eines weiteren schweren Bebens. Die Bevölkerung wird aufgefordert, wachsam zu bleiben und Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. In einigen Städten wurden provisorische Notunterkünfte eingerichtet, um den obdachlos gewordenen Menschen Schutz zu bieten.

Die Erdbeben haben auch wirtschaftliche Folgen: Zahlreiche Gebäude, darunter Krankenhäuser und Schulen, wurden zerstört oder schwer beschädigt. Die Schadenshöhe wird derzeit ermittelt, erste Schätzungen gehen in die Milliarden. Die venezolanische Wirtschaft, die bereits unter der anhaltenden Krise leidet, wird durch die Naturkatastrophe zusätzlich belastet.

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