Trotz Kritik: „The Boys“ Staffel 5 bricht Zuschauerrekord bei Amazon
„The Boys“ Staffel 5 bricht Zuschauerrekord bei Amazon

Neuer Rekord für „The Boys“ trotz Kritik

Während in sozialen Netzwerken heftig über das Ende von „The Boys“ diskutiert wird, feiert Amazon Prime Video einen außergewöhnlichen Erfolg. Die fünfte und letzte Staffel hat die stärksten Reichweitenwerte der Serie erzielt und sich damit einen Platz unter den erfolgreichsten Amazon-Originalproduktionen überhaupt gesichert.

Das US-Branchenportal „The Hollywood Reporter“ berichtete, dass Staffel 5 kurz nach ihrer Veröffentlichung weltweit auf rund 57 Millionen Zuschauer pro Episode kam. Einen höheren Wert erreichte die Anti-Superhelden-Serie in ihrer bisherigen Laufzeit nie. Gleichzeitig schaffte es die finale Staffel in die Top Ten der meistgesehenen Staffeln einer Amazon-Eigenproduktion.

Die Auswertung basiert auf einer branchenüblichen Messmethode, bei der bereits wenige angesehene Minuten als relevanter Abruf gewertet werden. Laut dem Bericht sorgte die letzte Staffel zudem für das bislang stärkste Zuschauerwachstum innerhalb von drei Wochen, das Amazon bei einer Serie oder einem Film registriert hat.

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Kritik im Netz bremst den Erfolg nicht

Die beeindruckenden Zahlen stehen im deutlichen Gegensatz zu vielen Kommentaren im Internet. Dort wurde das Finale von zahlreichen Fans kritisch bewertet. Einige Nutzer zogen sogar Vergleiche zur umstrittenen letzten Staffel von „Game of Thrones“. Vor allem das Erzähltempo geriet ins Visier der Kritiker. Zudem bemängelten viele Zuschauer, dass einzelne Folgen zu viel Füllmaterial enthielten und die Handlung nicht konsequent genug vorangetrieben hätten.

Showrunner Eric Kripke zeigte sich davon jedoch wenig beeindruckt. Im Gespräch mit „The Hollywood Reporter“ erklärte er, dass ihn negative Reaktionen im Netz zunächst verunsichert hätten. Nachdem er jedoch die Abrufzahlen gesehen habe, sei seine Sorge schnell verflogen. Die besonders lauten Stimmen im Internet würden nicht zwangsläufig die Meinung des gesamten Publikums widerspiegeln.

Kripke verteidigt das Serienfinale

Kripke betonte zudem, dass sein Autorenteam bewusst Wert darauf gelegt habe, allen zentralen Figuren einen angemessenen Abschluss ihrer Geschichten zu geben. Die Erwartung, jede Folge müsse eine gigantische Action-Schlacht liefern, teile er nicht. Während des Schreibprozesses habe er nie das Gefühl gehabt, eine reine Übergangs- oder Füllerfolge zu produzieren.

Fans müssen sich trotz des Serienendes nicht dauerhaft verabschieden. Mit „Vought Rising“ befindet sich bereits ein weiteres Projekt aus dem Universum von „The Boys“ in Vorbereitung. Die neue Serie soll 2027 starten und zeitlich vor den Ereignissen der Hauptserie spielen.

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