Hella von Sinnen: Offene Worte über ihr Alkoholproblem
Die bekannte Entertainerin Hella von Sinnen hat in einem aktuellen Interview mit der Bild Zeitung schonungslos offen über ihre langjährige Alkoholsucht gesprochen. Die 67-Jährige, die vor allem durch ihre schlagfertige und oft provokante Art bekannt wurde, gesteht, dass sie bereits als Jugendliche mit dem Trinken begann und dieses Verhalten lange Zeit als Teil ihres Künstlerlebens betrachtete.
Früher Beginn und langer Leidensweg
„Ich habe seit meinem zwölften Lebensjahr richtig gesoffen. Es war Teil des Künstlerlebens. Premieren, Tourneen, Nächte“, so von Sinnen. Dieser Lebensstil habe dazu geführt, dass sie viele Dinge bereue, insbesondere ihr Verhalten gegenüber anderen Menschen. „Ich bereue meine unverschämte, arrogante Art, die ich im Suff Menschen gegenüber an den Tag gelegt habe“, erklärt sie. Der Alkohol habe ihre schlechten Eigenschaften verstärkt, was sie heute zutiefst bedauere. „Dafür hasse ich den Suff“, fügt sie hinzu.
Die Sendung „Der Klügere kippt nach“
Ein Beispiel für ihren exzessiven Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit war die Show „Der Klügere kippt nach“, die sie gemeinsam mit Hugo Egon Balder moderierte. In dieser Sendung tranken beide während der Interviews mit Gästen erhebliche Mengen Alkohol. Die Sendung wurde jedoch bereits 2015 nach nur acht Folgen wieder abgesetzt. Rückblickend betrachtet von Sinnen diese Zeit kritisch.
Neues Leben in Nüchternheit
Heute hat sich das Leben der Entertainerin grundlegend geändert. Sie lebt „so herrlich nüchtern“ und ist deutlich bewusster unterwegs. Die Nüchternheit habe ihr eine neue Klarheit und Zufriedenheit gebracht. Sie genieße es, ohne den Einfluss von Alkohol durchs Leben zu gehen und ihre Entscheidungen bewusst zu treffen. Von Sinnen hofft, dass ihre Geschichte auch andere Menschen dazu inspirieren kann, über ihren eigenen Alkoholkonsum nachzudenken und gegebenenfalls Hilfe zu suchen.
Ein Appell an die Gesellschaft
Die Entertainerin nutzt ihre Plattform, um auf die Gefahren von Alkohol aufmerksam zu machen. Sie betont, dass Alkohol oft als gesellschaftlich akzeptiertes Genussmittel verharmlost werde, aber für viele Menschen zu einer ernsthaften Sucht werden könne. Ihr eigener Weg aus der Abhängigkeit sei nicht einfach gewesen, aber er habe sich gelohnt. Sie wünscht sich, dass mehr offene Gespräche über das Thema Sucht geführt werden, um Betroffenen den ersten Schritt zur Besserung zu erleichtern.



