Alexa Demie über „Euphoria“: Unwohlsein und Abstand zur Rolle Maddy
Alexa Demie: Unwohlsein bei „Euphoria“ und Abstand zu Maddy

Schauspielerin Alexa Demie, die durch ihre Rolle als Maddy Perez in der HBO-Serie „Euphoria“ bekannt wurde, hat sich in einem seltenen Interview mit dem „Hollywood Reporter“ zum Ende der dritten Staffel geäußert. Die 35-jährige Darstellerin sprach über die Herausforderungen am Set, ihre persönlichen Grenzen und warum sie sich bewusst gegen eine große Filmkarriere entschieden hat.

Rückblick auf die Dreharbeiten

Die Serie „Euphoria“ war von Anfang an von Kontroversen begleitet. Schöpfer Sam Levinson ist bekannt für seine provokativen Inhalte, die Drogenkonsum, Sex und Nacktheit zeigen. Hinter den Kulissen gab es immer wieder Gerüchte über Überlastung der Schauspieler und ständige Drehbuchänderungen. Demie, die bisher meist im Hintergrund blieb, berichtete nun erstmals über ihre Erfahrungen.

„Die Dreharbeiten waren sehr anstrengend, aber trotzdem hat es Spaß gemacht“, sagte Demie. Die kurzfristigen Änderungen am Drehbuch seien stressig gewesen, doch das Ergebnis sei immer gut gewesen. Sie betonte, dass Levinson auf ihre Bedenken eingegangen sei: „Wenn ich mich unwohl fühlte, hat er zugehört und reagiert.“

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Unangenehme Szenen in der ersten Staffel

In der ersten Staffel hatte Demies Rolle Maddy viele Nackt- und Sexszenen. „Ich dachte, wenn ich mich weigern würde, diese Szenen zu drehen, würde ich die Rolle nicht bekommen“, erklärte sie. „Nicht, weil mir das jemals jemand gesagt hätte, sondern weil ich so jung war und es nicht besser wusste.“ Sie stellte klar: „Ich sage nicht, dass ich Sex nicht mag, und ich finde, dass er wunderschön dargestellt werden kann. Aber als ich es einmal gemacht hatte, wurde mir klar: Okay, mir gefällt dieses Gefühl nicht. Also habe ich etwas gesagt, und alle waren verständnisvoll, und ich musste es nie wieder machen.“

Abstand zur Rolle Maddy

Demie erzählte auch, wie sie gelernt habe, sich von ihrer Rolle zu distanzieren. In den ersten Jahren sei sie zu sehr ins Method Acting gerutscht, die Grenzen zwischen ihr und Maddy seien verschwommen. Nach den Dreharbeiten zur zweiten Staffel suchte sie sich eine neue Wohnung, schwamm täglich, schrieb Tagebuch und meditierte. Sie verzichtete auf Fernsehen und Musik – ihre Freunde nannten sie „die Nonne in den Hügeln“. Sängerin Rosalía, die in der dritten Staffel einen Gastauftritt hatte, sagte über Demie: „Sie weiß immer, wohin man gehen muss, um im Gras zu liegen.“

Bewusster Verzicht auf große Filmkarriere

Im Gegensatz zu ihren Co-Stars Zendaya oder Jacob Elordi, die nach „Euphoria“ große Filmprojekte annahmen, hielt sich Demie aus der Öffentlichkeit heraus. Auf die Frage, warum sie keine weiteren großen Rollen anstrebe, antwortete sie: „Haben die eigentlich mal darüber nachgedacht, dass ich das vielleicht gar nicht will? Die Leute nehmen dir wirklich die Entscheidungsgewalt aus der Hand. Was ist aus meiner Entscheidungsfreiheit geworden? Mir gefällt mein Leben so, wie es ist, und ich würde nichts daran ändern.“

Mit diesen Aussagen zeigt Demie, dass sie ihren eigenen Weg geht und sich nicht den Erwartungen der Branche beugt. Ihr Fokus liegt auf einem erfüllten Privatleben und der Kunst, die sie liebt – ohne den Druck des Hollywood-Rampenlichts.

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