Videopionier Wulf Herzogenrath mit 82 Jahren gestorben
Videopionier Wulf Herzogenrath mit 82 Jahren gestorben

Videopionier und Kunstvermittler: Wulf Herzogenrath ist tot

Der renommierte Kunsthistoriker Wulf Herzogenrath ist am 18. Juni im Alter von 82 Jahren in Berlin gestorben. Das gab seine Familie in einer Pressemitteilung am 19. Juni bekannt. Herzogenrath galt als führender Experte für Videokunst und das Bauhaus.

„Mit Wulf Herzogenrath verliert die internationale Kunstwelt eine ihrer prägenden Persönlichkeiten“, heißt es in der Mitteilung. Mehr als fünf Jahrzehnte habe er sich für die „Vermittlung, Akzeptanz und gesellschaftliche Relevanz“ von Kunst eingesetzt.

Karriere als Kurator und Museumsdirektor

Bereits mit 28 Jahren wurde Herzogenrath zum jüngsten Direktor eines deutschen Kunstvereins berufen – dem Kölnischen Kunstverein, dem er knapp 17 Jahre vorstand. Bei der Documenta 6 im Jahr 1977 war er für die Abteilung Videokunst zuständig, zehn Jahre später gehörte er zum Leitungsteam der Documenta 8.

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1989 wechselte er nach Berlin, wo er Hauptkustos am Hamburger Bahnhof wurde. 1994 übernahm er die Leitung der Bremer Kunsthalle, die er bis 2011 führte. Auch nach seinem Abschied von Bremen blieb er aktiv: als Honorarprofessor in Bremen, Jury-Vorsitzender des Goslarer Kaiserrings und in der Berliner Akademie der Künste, deren Sektion Bildende Kunst er bis 2021 vorstand.

Die Familie würdigt Herzogenraths Wirken als von intellektueller Neugier geprägt und von der Fähigkeit, Menschen für Kunst und deren gesellschaftliche Bedeutung zu begeistern.

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