Der Sinfonische Chor der Singakademie Potsdam blickt auf eine fast 75-jährige Geschichte zurück – doch nun steht er vor einer ungewissen Zukunft. In einem exklusiven Gespräch mit unserer Redaktion schildert Vorstandsvorsitzende Angelika Paul die prekäre Lage des Ensembles.
Finanzielle Belastungen nehmen zu
„Der finanzielle Aufwand ist enorm und wir bekommen das nicht immer gedeckt“, erklärt Paul. Zwar erhalte der Chor eine Förderung für das Orchester, doch die übrigen Ausgaben würden immer schwerer zu stemmen. „Werbungs- und Saalkosten sind gestiegen, auch die Solisten müssen angemessen bezahlt werden“, so Paul weiter. Wenn sich an dieser Situation nichts ändere, drohe dem Chor das Aus.
Höhere Kosten für Werbung und Saalmiete
Die gestiegenen Kosten für Werbung und die Anmietung von Veranstaltungsräumen belasten das Budget erheblich. Hinzu kommen die Honorare für Solisten, die ebenfalls angehoben werden mussten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Wir sind an den Grenzen des Machbaren angelangt“, betont die Vorsitzende.
Auftritt im Nikolaisaal am Sonntag
Trotz der schwierigen Lage tritt der Chor am kommenden Sonntag im Nikolaisaal auf. Dieses Konzert soll die musikalische Qualität des Ensembles unter Beweis stellen und gleichzeitig auf die prekäre Situation aufmerksam machen. „Wir hoffen auf Unterstützung, um weitermachen zu können“, so Paul.
Fast 75 Jahre Tradition in Gefahr
Der Sinfonische Chor der Singakademie Potsdam ist eine feste Größe im Kulturleben der Stadt. Seit fast 75 Jahren begeistert er das Publikum mit anspruchsvollen Konzerten. Nun bangt er um seine Existenz. Die Verantwortlichen appellieren an Politik und Gesellschaft, die Bedeutung des Chores zu erkennen und finanzielle Hilfen bereitzustellen.



