Michael Straßer ist der erste Mister Rubber Berlin. Bei Festival Easter Berlin, einem der größten Fetischevents in Europa, wurde der 31-Jährige für ein Jahr gewählt. Im Interview spricht er über seine Leidenschaft für Latex und was dieses Material für ihn bedeutet.
Der Reiz von Rubber
Für Michael Straßer ist Rubber weit mehr als nur ein Fetisch oder eine ästhetische Vorliebe. „Es ist eine Kombination aus mehreren Sachen“, erklärt er. Rubber habe eine transformative Wirkung auf ihn. „Kleider machen Leute – das gilt auch für Rubber. Es macht etwas mit einem.“
Sich in Rubber zu zeigen, bedeute für ihn auch, verletzlich zu sein. „Es erfordert Mut, seinen Körper so zu präsentieren, wie er ist. Latex fühlt sich an wie eine zweite Haut, die einem ein Gefühl von Stärke und Selbstbewusstsein gibt.“
Selbstakzeptanz und Stolz
Der Mister Rubber Berlin betont, dass es ihm nicht nur um das Material an sich geht, sondern um die damit verbundene Einstellung. „Wenn ich Gummi anhabe, fühle ich mich stark, gutaussehend und sexy. Es hilft mir, meinen Körper anzunehmen, so wie er ist.“
Das Festival Easter Berlin ist bekannt für seine offene und inklusive Atmosphäre. Für Straßer ist die Wahl zum Mister Rubber Berlin eine Bestätigung seiner Arbeit und Leidenschaft. „Ich möchte zeigen, dass Rubber mehr ist als nur ein Fetisch – es ist eine Lebenseinstellung.“
Ein Jahr voller Aufgaben
Als Mister Rubber Berlin wird Michael Straßer das kommende Jahr damit verbringen, die Rubber-Community zu repräsentieren und aufzuklären. Er plant, Workshops und Events zu organisieren, um Menschen mit dem Material vertraut zu machen. „Es geht darum, Vorurteile abzubauen und zu zeigen, dass Rubber für jeden etwas bieten kann.“
Sein Titel verleiht ihm eine Plattform, die er nutzen möchte, um für mehr Akzeptanz und Vielfalt zu werben. „Ich bin stolz darauf, Teil dieser Community zu sein und freue mich auf die kommenden Monate.“



