Die Schauspielerin Florence Kasumba (49) wird ab Dezember 2024 im Hamburger Musical „Der Teufel trägt Prada“ die gefürchtete Chefredakteurin Miranda Priestly verkörpern. Das gab Stage Entertainment bekannt. Die Aufführungen finden im Stage Theater Neue Flora statt, wo bis Ende Oktober noch „Tarzan“ läuft. Kasumba, bekannt aus dem Avengers-Universum und als „Tatort“-Kommissarin, kehrt damit zu ihren Musical-Wurzeln zurück.
Elton John lobt Kasumbas Eignung für die Rolle
Die Musik des Musicals stammt von Elton John, der bereits 2003 Kasumba für die Hauptrolle in „Aida“ auswählte. Auch diesmal war er an der Besetzung beteiligt. „Miranda Priestly braucht Autorität, Intelligenz, Charisma und Stil – und Florence Kasumba hat alles davon. Sie hat eine außergewöhnliche Präsenz, die einen Raum sofort verwandelt, sobald sie ihn betritt“, zitierte Stage Entertainment den Musiker. Kasumba selbst freut sich auf die Proben: „Ich habe seit einer Weile eine echte Musical-Sehnsucht. Ich vermisse Gesang und Tanz sehr. Fashion interessiert mich außerdem schon immer, und bei der Rolle kann ich alle vier Dinge – Gesang, Tanz, Schauspiel und Mode – wirklich zusammenbringen.“
Handlung und deutsche Fassung
Das Musical basiert auf dem gleichnamigen Roman und Film. Es erzählt von der Journalistin Andy, die bei einem Modemagazin anheuert und unter der gnadenlosen Chefredakteurin Miranda Priestly leidet. Um deren unmögliche Forderungen zu erfüllen, opfert Andy ihr Privatleben und wird zunehmend von der glamourösen Welt vereinnahmt. Die Songs werden in Hamburg in einer deutschsprachigen Fassung aufgeführt. „Ich bin gespannt auf unsere deutsche Bühnenversion“, sagte Kasumba. In London am West End läuft das Musical bereits erfolgreich.
Kasumba über ihre Rolle und Parallelen zu Miranda
Kasumba sieht nur teilweise Gemeinsamkeiten mit Miranda Priestly: „In mir steckt viel Konzentration: Wenn ich arbeite, bin ich sehr fokussiert. Dadurch wirke ich nach außen manchmal streng – und kann einschüchtern, wenn man mich nicht kennt.“ Autoritär sei sie jedoch nicht, und sie vermeide die Zusammenarbeit mit stark autoritären Menschen. Ihre künstlerischen Wurzeln liegen im Musical: Sie studierte Gesang, Tanz und Schauspiel, spielte 2002 in „Mamma Mia!“ und wurde 2003 für die Titelrolle in „Aida“ besetzt.



