David Hockney: Ein Leben in leuchtenden Farben
Der weltberühmte britische Künstler David Hockney ist tot. Er starb kurz vor seinem 89. Geburtstag am 13. Juni 2026 friedlich zu Hause in London, wie seine Publizistin mitteilte. Hockney galt als einer der einflussreichsten europäischen Künstler der Gegenwart, bekannt für seine leuchtenden Farben und ikonischen Motive.
Frühe Jahre und der Weg nach Kalifornien
Geboren im nordenglischen Bradford, entdeckte Hockney früh seine Liebe zur Kunst. Er studierte in Bradford und später in London, doch schon bald zog es ihn nach Amerika. Das Licht und die leuchtenden Farben Kaliforniens faszinierten ihn, und er ließ sich in Los Angeles nieder. Seine berühmten Swimmingpool-Bilder, wie „The Splash“ oder „Portrait of an Artist (Pool with Two Figures)“, entstanden in dieser Zeit und wurden zu Ikonen der Pop-Art.
Ein Künstler der Moderne
Hockney war stets offen für neue Techniken. In seinen späteren Jahren nutzte er das iPad als bevorzugtes Werkzeug, um britische Landschaften zu malen. Er betonte die Bedeutung des Zeichnens als Basis künstlerischen Schaffens und kritisierte, dass dies in der Ausbildung vernachlässigt werde. Seine Werke erzielten Rekordpreise: „Portrait of an Artist“ wurde 2018 für über 90 Millionen Dollar versteigert, das teuerste je für einen lebenden Künstler erzielte Ergebnis.
Persönliches und Vermächtnis
Hockney war bekannt für seinen unverwechselbaren Stil, mit blondierten Haaren und dicker Brille. Er liebte Hunde, besonders Dackel, und war ein leidenschaftlicher Raucher. „Rauchen ist gut für die Augen“, sagte er einmal. 2022 traf er König Charles III. im Buckingham Palace. Sein letztes großes Werk war ein 90 Meter breiter Fries inspiriert vom Teppich von Bayeux, den er in Nordwestfrankreich schuf. Der „Guardian“ bezeichnete ihn als „Matisse der Pop Art“. David Hockney hinterlässt ein farbenfrohes und vielseitiges Erbe, das die Kunstwelt nachhaltig geprägt hat.



