Die diesjährigen Autor*innentheatertage am Deutschen Theater Berlin wurden mit einer Neuinterpretation von Anton Tschechows Klassiker „Drei Schwestern“ eröffnet. Die österreichische Autorin Barbi Marković hat das Stück unter dem Titel „3 Schwestern“ überschrieben und in eine Wiener Wohnung verlegt, in der die Geister der Vergangenheit umgehen.
Ein Streit um den Untergang
In Markovićs Version sind die drei Schwestern vereint im Streit gegen den eigenen Untergang. Die Inszenierung, die von Felix Müller, Leitender Redakteur, besprochen wurde, zeigt die Figuren in einem modernen Setting, das die existenziellen Fragen des Originals aufgreift. Die Autor*innentheatertage, die jährlich stattfinden, präsentieren zeitgenössische Dramatik und Diskurse.
Eine Wohnung voller Gespenster
Die Handlung spielt in einer Wiener Wohnung, in der die Schwestern mit den Geistern ihrer Vergangenheit konfrontiert werden. Die Überschreibung von Marković verleiht dem Tschechow-Stoff eine neue Aktualität, indem sie die Themen Identität, Verlust und den Kampf um Selbstbestimmung in den Vordergrund stellt. Die Premiere am 7. Juni 2026 zog ein interessiertes Publikum an.
Autor*innentheatertage als Plattform
Die Autor*innentheatertage am Deutschen Theater bieten eine Bühne für neue Stimmen und experimentelle Formate. Mit „3 Schwestern“ setzt das Festival ein Zeichen für die Auseinandersetzung mit klassischen Stoffen durch zeitgenössische Autor*innen. Die Inszenierung wird noch bis zum Ende des Festivals zu sehen sein und verspricht, die Diskussion über die Rolle der Kunst in Krisenzeiten anzuregen.
Weitere Informationen zu den Autor*innentheatertagen und dem Programm finden Interessierte auf der Website des Deutschen Theaters.



