Kinostarts der Woche: Supergirl, Obsession, Das Sommerbuch und mehr
Kinostarts: Supergirl, Obsession, Das Sommerbuch

Die neue Kinowoche hält ein breites Spektrum an Filmen bereit: Von der actiongeladenen Rückkehr von Supergirl im DC-Universum über den Horror-Thriller „Obsession“ bis hin zum poetischen „Das Sommerbuch“ nach Tove Jansson. Auch das Bachmann-Porträt und die Culture-Clash-Komödie „Couscous und Geheimnisse“ sind gestartet.

Supergirl – Ein Riot Grrrl im DC-Universum

Mit „Supergirl“ setzt Regisseur Craig Gillespie die Reihe „Gods and Monsters“ im neuen DC-Universum fort. Im Mittelpunkt steht Kara, gespielt von Milly Alcock (bekannt aus „House of the Dragon“), die sich auf einer roten Sonne ohne ihre Superkräfte erholen will. Doch als ihr Hund Krypto vergiftet wird, schlägt die tierliebe Heldin zurück. An ihrer Seite kämpft die junge Ruthye (Eve Ridley) um Rache für den Tod ihrer Eltern. Gillespie, der bereits mit „I, Tonya“ ein Faible für renitente Heldinnen bewies, bringt frischen Wind ins DC-Universum.

Obsession – Wenn Liebe zur Obsession wird

Der Horror-Thriller „Obsession“ erzählt von Bear (Michael Johnston), der sich in seine beste Freundin Nikki (Inde Navarrette) verliebt. Ein magisches Gimmick erfüllt seinen Wunsch, dass Nikki ihn mehr liebt als alles andere – mit fatalen Folgen. Nikkis anfängliche Zuneigung schlägt in eine krankhafte Fixierung um. Regisseur verwebt geschickt Elemente der Manosphere und Incel-Kultur, wobei die Darstellung von Inde Navarrette oscarreif ist. Der Film zeigt, dass das wahre Monster nicht Nikkis vermeintliche Psychose ist, sondern die Kontrollverlust ihres Schöpfers.

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Power Ballad – Der Song meines Lebens

John Carney, bekannt für „Once“, legt mit „Power Ballad“ eine weitere Underdog-Musiktragikomödie vor. Rick Power (Paul Rudd), Sänger einer Hochzeitsband, trifft auf Ex-Boyband-Star Danny Wilson (Nick Jonas) und komponiert mit ihm einen Song. Monate später hört Rick seinen Song im Radio – als Wilsons Comeback-Single. Der Kampf um die Urheberrechte wird zum dramatischen Wettlauf. Paul Rudd und Nick Jonas überzeugen in ihren Rollen, und das sommerliche Feelgood-Finale sorgt für gute Laune.

Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war

Regina Schillings Porträtfilm über die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann zeigt beeindruckende Archivaufnahmen von Preisverleihungen und Interviews. Sandra Hüller spielt Bachmann, bleibt aber meist stumm und liest Texte aus dem Off. Der Film fängt Bachmanns Verblüfftheit und Verständnislosigkeit gegenüber den Erwartungen der Männerwelt ein. Besonders die reale Szene, in der Bachmann fragt: „Warum sind die Männer unheilbar krank? Sie sind es, wissen Sie das nicht?“, bleibt im Gedächtnis.

Das Sommerbuch – Poetische Stille auf der Insel

Charlie McDowells Verfilmung von Tove Janssons Roman „Das Sommerbuch“ ist ein ruhiges Kammerspiel auf einer Schäreninsel im finnischen Meerbusen. Die neunjährige Sophia (Emily Matthews) verbringt mit ihrem depressiven Vater (Anders Danielsen Lie) und der großartigen Großmutter (Glenn Close) die Sommerferien. Wenig Handlung, viel Wasser und Wind – der Film prägt sich tief ein und endet beglückend.

Couscous und Geheimnisse – Culture-Clash mit Herz

Amine Adjinas Komödie erzählt von Mehdi (Younès Boucif), einem talentierten Koch, der seiner algerischen Mutter Fatima (Malika Zerrouki) seine französische Freundin Léa (Clara Bretheau) verheimlicht. Er engagiert die mondäne Souhila (Hiam Abbass) als Ersatzmutter. Der Film vermeidet Klischees und zeigt liebevoll die menschlichen Schwächen der Figuren. Kulinarische Genussbilder runden das gelungene Konzept ab.

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