He-Man im Kino: „Masters of the Universe“ – Soft Skills statt Muskelkraft
He-Man im Kino: Soft Skills statt Muskelkraft

He-Man kehrt zurück: „Masters of the Universe“ im Kino

Nach dem Erfolg von „Barbie“ wagt sich Hollywood an das nächste Kinderspielzeug der Achtziger: „Masters of the Universe“. Mattel schickt He-Man ins Rennen, doch der Muskelprotz hat sich verändert. Statt roher Gewalt setzt er auf Soft Skills und herrschaftsfreien Diskurs. Ein Film, der sich selbst nicht zu ernst nimmt.

Von der Spielzeugkiste auf die Leinwand

Die Idee, Spielzeug in Filme zu verwandeln, ist nicht neu. Nach „Transformers“, „G.I. Joe“ und dem „Lego Movie“ ist nun die Reihe an He-Man. Die Geschichte um Prinz Adam, der sich mit dem magischen Schwert in den stärksten Mann des Universums verwandelt, war schon immer eine Art „Dungeons and Dragons“ für Zehnjährige. Doch der Vergleich mit „Barbie“ hinkt: He-Man fehlt der gesellschaftliche Sprengsatz. Er ist ein wacker-bescheuerter Prinz in einem verschallerten Muskelmärchen.

Die Handlung: Von Eternia ins Großraumbüro

Prinz Adam (Nicholas Galitzine) hat sein Zauberschwert verloren und fristet sein Dasein auf der Erde in einem langweiligen Nine-to-five-Job. Im Großraumbüro üben die Kollegen Achtsamkeit, während Adam versucht, Dates zu ergattern – was meist schiefgeht, weil er von seiner kosmischen Herkunft erzählt. Als er das Schwert wiederfindet, kehrt er nach Eternia zurück und versucht es bei Skeletor (Jared Leto) mit kommunikativem Handeln. Doch der Bösewicht will sich nicht auf den Psycho-Blödsinn einlassen: „Er ist böse“, sagt Teela trocken, und das reicht als Figurenpsychologie.

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Ein Film voller Meta-Gags und Ironie

Die Anfangsszene knallt los wie ein Bond-Vorspann auf Magic Mushrooms. Pastellfarbene Fantasy-Welten, fliegende Inseln und Hair Metal untermalen das Geschehen. He-Man trägt ein bauchfreies Kostüm, das aussieht, als hätte Conan bei Victoria’s Secret geshoppt. Die Dialoge sind voller Selbstironie: Adams Pronomen lauten „he/him“, und er versucht, seine Feinde mit herrschaftsfreiem Diskurs zu überzeugen. Skeletor kontert trocken, er sei nun mal ein Schurke – vielleicht wegen einer schweren Kindheit.

Fazit: Trashig-heiter und nicht komplett seelenlos

„Masters of the Universe“ ist nicht „Barbie“ auf Testosteron. Der Film weiß um seine Lächerlichkeit und stellt sie aus. Das Ergebnis ist eine trashig-heitere Reanimation eines halb vergessenen Spielzeug-Universums. Wer sich darauf einlässt, wird gut unterhalten. Der Film startet am 4. Juni 2026 in den Kinos.

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