Netflix-Hit „Ladies First“ trotzt Kritikerflop mit Millionen Abrufen
Netflix-Hit „Ladies First“ trotzt Kritikerflop

Die Netflix-Komödie „Ladies First“ mit den Stars Sacha Baron Cohen und Rosamund Pike sorgt weltweit für Gesprächsstoff. Der Film, der eine umgekehrte Geschlechterordnung zeigt, in der Frauen dominieren und Männer Objekte der Begierde sind, polarisiert stark. Während viele Kritiker den Streifen verreißen, strömen die Zuschauer in Scharen zu den Streaming-Diensten.

Handlung und Starbesetzung

In „Ladies First“ spielt Cohen einen frauenfeindlichen Macho namens Damien, der nach einem Unfall in einer Parallelwelt erwacht. Dort haben Frauen das Sagen: Sie sind die Chefs, belästigen Männer sexuell und sexualisieren sie in der Werbung. Pike verkörpert seine Angestellte Alex, die in der realen Welt unter ihm leidet. Die Geschichte ist ein Remake der französischen Komödie „Kein Mann für leichte Stunden“ aus dem Jahr 2018.

Erfolg trotz Kritik

In den ersten zehn Tagen nach dem Start am 22. Mai sammelte „Ladies First“ weltweit rund 31 Millionen Abrufe. Zwischen dem 25. und 31. Mai verzeichnete der Film allein 18,8 Millionen Abrufe und belegte damit den ersten Platz der globalen Netflix-Filmcharts. In 42 Ländern, darunter Kanada, Israel und Frankreich, war die Rom-Com die Nummer eins. In Deutschland musste sie sich nur dem Animationsfilm „G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge“ geschlagen geben.

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Kritikerstimmen

Die Presse zeigt sich wenig begeistert. Die „Financial Times“ kommentierte sarkastisch: „Sacha Baron Cohen wird gleich zu Beginn bewusstlos geschlagen – ein Film, bei dem man sich wünscht, es möge einem selbst ebenso ergehen.“ Die „New York Times“ kritisierte den „bequemen Feminismus des Augenzwinkerns“, der sich schnell abnutze. Die „Süddeutsche Zeitung“ bemängelte, dass selbst das herausragende Ensemble – darunter ein Who’s Who der britischen Schauspielkunst – den missglückten Film nicht retten könne.

Trotz der negativen Kritiken scheint das Publikum den Humor und die Botschaft des Films zu schätzen. Die Debatte um Geschlechtergerechtigkeit und Rollenbilder bleibt aktuell und spaltet die Meinungen. Ob „Ladies First“ langfristig ein Erfolg wird, bleibt abzuwarten – vorerst jedoch hat er sich als Publikumsmagnet erwiesen.

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