Der Rapper Haftbefehl hat in einem Instagram-Beitrag angekündigt, aus gesundheitlichen Gründen eine Auftrittspause einzulegen. „Aktuell bin ich emotional und körperlich nicht in der Verfassung, aufzutreten“, schrieb der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan heißt. Der 40-Jährige hatte zuvor mehrere Auftritte abgesagt, darunter einen beim World Club Dome in Frankfurt am Main Anfang des Monats. Beim Heroes Festival in Geiselwind sprang kurzfristig Ski Aggu für ihn ein.
Gesundheitliche und persönliche Herausforderungen
„Meine lieben Leute, viele von euch haben die Doku gesehen und wissen, dass ich seit längerer Zeit mit gesundheitlichen und persönlichen Herausforderungen zu kämpfen habe“, schrieb Haftbefehl in seinem Statement. Die im vergangenen Jahr erschienene Netflix-Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“ zeigte den Offenbacher im Umgang mit seiner Drogensucht und seinem Kokainkonsum. Nach einer Überdosis musste Haftbefehl wiederbelebt werden. Ob seine derzeitigen gesundheitlichen Probleme mit Drogen zusammenhängen, geht aus dem Beitrag nicht hervor.
Belastung durch öffentliche Aufmerksamkeit
Die „große Aufmerksamkeit“ nach der Doku und „der ganze Rummel“ hätten ihn zusätzlich belastet. „Deshalb brauche ich jetzt Ruhe und Zeit, um mich auf meine Gesundheit zu konzentrieren und wieder zu Kräften zu kommen“, erklärte der Rapper. Nähere Details zu seinem gesundheitlichen Zustand nannte er nicht. „Ich kämpfe jeden Tag darum, wieder auf die Beine zu kommen, und hoffe, dass ihr Verständnis für meine Situation habt“, schrieb er. Für Unterstützung, Geduld und Respekt bedankte er sich ausdrücklich und signierte seinen Beitrag mit den Worten: „Euer Aykut“.
Auswirkungen auf geplante Auftritte
Bereits Anfang des Monats hatte Haftbefehl seinen Auftritt beim World Club Dome in Frankfurt am Main kurzfristig abgesagt. Auch weitere Shows wurden gestrichen. Die Pause gilt zunächst für unbestimmte Zeit. Der Rapper betonte, dass es ihm nicht leichtfalle, dies öffentlich zu machen. Er bedankte sich bei seinen Fans für das Verständnis. Die Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“ hatte tiefe Einblicke in sein Leben gegeben und war für den Grimme-Preis nominiert worden. SPIEGEL-Autor Juan Moreno führte bei dem Dreh Regie.



