Das denkmalgeschützte Brücke-Museum im Berliner Ortsteil Dahlem wird erweitert. Der Anbau soll mehr Platz für die umfangreiche Sammlung expressionistischer Kunst schaffen. Das teilte die Stiftung Brücke-Museum am Mittwoch mit.
Moderner Anbau für historisches Museum
Der Erweiterungsbau wird nach den Plänen des Architekturbüros Staab Architekten aus Berlin realisiert. Er soll direkt an das bestehende Gebäude aus den 1960er Jahren angrenzen und eine zusätzliche Ausstellungsfläche von rund 400 Quadratmetern bieten. Das denkmalgeschützte Gebäude selbst bleibt in seiner Substanz unverändert.
Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2025 beginnen und voraussichtlich bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten werden auf rund 7,5 Millionen Euro beziffert. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Landes Berlin und der Kulturstiftung des Bundes.
Mehr Raum für die Sammlung
Das Brücke-Museum beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen expressionistischer Kunst der Brücke-Künstler wie Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Max Pechstein. Bislang können nur etwa 10 Prozent der rund 4.000 Werke gezeigt werden. Nach der Erweiterung soll der Anteil auf rund 20 Prozent steigen.
„Mit dem Anbau schaffen wir endlich die Möglichkeit, unsere Sammlung angemessen zu präsentieren und auch Wechselausstellungen zu zeigen“, sagte Museumsdirektorin Dr. Magdalena M. Moeller. „Das ist ein großer Gewinn für die Kunststadt Berlin.“
Denkmalschutz bleibt gewahrt
Der Anbau fügt sich architektonisch in das bestehende Ensemble ein, ohne die denkmalgeschützte Bausubstanz zu beeinträchtigen. Das Museum wurde 1967 eröffnet und steht seit 1995 unter Denkmalschutz. Es gilt als eines der wichtigsten Museen für den deutschen Expressionismus.
Während der Bauzeit bleibt das Museum geöffnet. Lediglich einzelne Bereiche könnten zeitweise gesperrt werden. Die Stiftung bemüht sich, die Beeinträchtigungen für Besucher so gering wie möglich zu halten.



