Überraschender Wasserverlust zur Mittagszeit in elf Orten
Am Mittwoch, dem 4. März 2026, erlebten zahlreiche Bewohner in der Region um Laage eine unangenehme Überraschung: Gegen 12 Uhr versiegte plötzlich der Wasserhahn. Was zunächst wie ein lokales Problem erschien, entpuppte sich schnell als größerer Versorgungsausfall, der insgesamt elf Orte und etwa 2400 Menschen betraf.
Reparaturteam von Eurawasser Nord im Einsatz
Die Ursache für den flächendeckenden Wasserverlust war ein Rohrbruch an der Hauptversorgungsleitung in Kritzkow bei Laage. Ein aufmerksamer Anwohner hatte den Schaden an die Störungsstelle von Eurawasser Nord gemeldet, dem zuständigen Versorgungsunternehmen für dieses Gebiet. Laut Karen Schmidt, Sprecherin von Eurawasser Nord, handelte es sich um einen vergleichsweise kleinen Rohrschaden, bei dem nur wenig Wasser ausgetreten war.
Dennoch war die Auswirkung beträchtlich: Neben Kritzkow waren auch die Ortsteile Mistorf und Sarmstorf sowie weitere acht Gemeinden von der Unterbrechung betroffen. Für die betroffenen Haushalte bedeutete dies vorübergehende Einschränkungen bei alltäglichen Verrichtungen wie Kochen, Duschen, Wäschewaschen und der Toilettennutzung.
Schnelle Behebung des Schadens
Das Reparaturteam von Eurawasser Nord war bereits kurze Zeit nach der Meldung vor Ort und konnte den Schaden zügig beheben. Ein beschädigtes Leitungsteil musste ausgetauscht werden. Bereits um kurz vor 14 Uhr, also nach etwa zwei Stunden, floss wieder Wasser durch die Leitungen. Eine Kollegin aus Kritzkow bestätigte die Wiederherstellung der Versorgung.
Trotz der raschen Reparatur äußerten einige Betroffene den Wunsch nach besserer Information während des Ausfalls. Sie hätten sich gewünscht, von Eurawasser Nord über die Ursache und die voraussichtliche Dauer der Unterbrechung informiert zu werden, anstatt im Ungewissen zu bleiben. Karen Schmidt erklärte dazu, dass bei solch kurzfristigen und begrenzten Schäden eine umfassende Information der Bevölkerung nicht immer möglich sei.
Häufige Ursache: Temperaturschwankungen
Laut der Sprecherin von Eurawasser Nord kommen Rohrschäden in dem großen Versorgungsgebiet fast täglich vor. Häufig seien diese, wie auch im aktuellen Fall, auf starke Temperaturschwankungen zurückzuführen. Die extremen Wetterbedingungen belasten die Leitungsinfrastruktur und können zu Materialermüdung führen.
Eurawasser Nord fungiert als Betriebsführerin für den Wasser- und Abwasserzweckverband Güstrow-Bützow-Sternberg. Das Versorgungsgebiet umfasst die Ämter Güstrow und Bützow Land, Laage, Krakow am See, Sternberger Seenlandschaft, die Gemeinden um Warin sowie die Städte Laage, Bützow, Warin und Krakow am See. Die Städte Güstrow, Brüel und Sternberg werden hingegen von den jeweiligen Stadtwerken versorgt.
Der Vorfall zeigt einmal mehr die Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen und die Bedeutung einer zuverlässigen Wasserversorgung für den Alltag. Während der zweistündigen Unterbrechung blieb den Bewohnern von Kritzkow nur der Dorfteich als alternative Wasserquelle – eine Situation, die die Abhängigkeit von funktionierenden Versorgungssystemen deutlich macht.



