Wasserversorgung in Dessau nach Rohrbruch wieder vollständig hergestellt
In der südlichen Dessauer Innenstadt ist die Trinkwasserversorgung nach einem schweren Rohrbruch wieder vollständig in Betrieb. Die Stadtwerke Dessau gaben am Samstagmorgen, dem 11. April 2026, um 7.30 Uhr offiziell Entwarnung für alle betroffenen Haushalte.
Rohrbruch legte Teile der Wasserversorgung lahm
Der Vorfall hatte sich bereits am Freitag, dem 10. April, gegen 14 Uhr in der Radegaster Straße ereignet. Ein plötzlicher Wasserrohrbruch setzte die Straße unter Wasser und führte zu erheblichen Einschränkungen in der Trinkwasserversorgung im gesamten Stadtgebiet. Die Stadtwerke bestätigten umgehend den Schaden und leiteten sofortige Maßnahmen ein.
Noch am späten Freitagnachmittag begannen die dringend notwendigen Reparaturarbeiten an der beschädigten Leitung. Während der Arbeiten kam es im betroffenen Bereich zunächst zu spürbaren Druckschwankungen und ungewöhnlichen Braunfärbungen des Trinkwassers. Diese Erscheinungen sind typisch für derartige Leitungsstörungen und wurden von den Fachleuten erwartet.
Stufenweise Entwarnung und abschließende Spülarbeiten
Bereits am Freitagabend konnten die Stadtwerke eine erste Teilentwarnung aussprechen, nachdem die schlimmsten Auswirkungen des Rohrbruchs eingedämmt waren. Die endgültige Wiederherstellung der vollständigen Versorgung dauerte jedoch bis zum Samstagmorgen.
„Die Trinkwasserversorgung ist vollständig wieder hergestellt“, teilte eine Sprecherin der Stadtwerke Dessau am Samstag mit. Allerdings warnte sie gleichzeitig vor möglichen Nachwirkungen: „Durch notwendige Spülarbeiten könne es aber noch vereinzelt zu Bräunfärbungen des Trinkwassers kommen.“
Diese vorübergehenden Verfärbungen stellen nach Angaben der Experten keine Gesundheitsgefahr dar, können aber optisch störend wirken. Die Stadtwerke empfehlen betroffenen Haushalten, das Wasser kurz laufen zu lassen, bis es wieder klar aus der Leitung fließt.
Schnelle Reaktion verhinderte größeren Schaden
Die zügige Reaktion der Stadtwerke-Mitarbeiter hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Unterbrechung der Wasserversorgung auf etwa 17 Stunden begrenzt werden konnte. Ohne diese prompte Intervention wären die Auswirkungen auf die Dessauer Haushalte deutlich länger spürbar gewesen.
Die Radegaster Straße in Dessau-Mitte war während der Reparaturarbeiten teilweise gesperrt, um den Technikern sicheren Zugang zur beschädigten Leitung zu ermöglichen. Der Verkehr wurde umgeleitet, was zu vorübergehenden Behinderungen im südlichen Innenstadtbereich führte.
Die Ursache des Rohrbruchs wird derzeit noch untersucht. Mögliche Faktoren wie Materialermüdung, Bodensenkungen oder extreme Temperaturschwankungen werden von den Fachleuten geprüft. Die Stadtwerke kündigten an, in den kommenden Wochen verstärkte Kontrollen des Leitungsnetzes durchzuführen, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden.



