Deutsche Forstwirtschaft: Holzeinschlag erreicht weiterhin niedriges Niveau
Holzeinschlag in deutschen Wäldern sinkt weiter

Deutsche Forstwirtschaft: Holzeinschlag erreicht weiterhin niedriges Niveau

In den deutschen Wäldern ist die Menge an gefällten Bäumen im Jahr 2025 erneut zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden insgesamt 57,3 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen, was einem Rückgang von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mehr als die Hälfte dieses Holzes stammt von Nadelhölzern wie Fichten und Tannen.

Langfristiger Trend zu geringeren Einschlagsmengen

Seit dem Höchstwert im Jahr 2021, als noch 83 Millionen Kubikmeter Holz geerntet wurden, ist die Menge kontinuierlich gesunken. Dieser Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass weniger geschädigte Bäume aus den Wäldern entfernt werden. Schäden entstehen häufig durch Stürme, Trockenheit oder Borkenkäferbefall.

Drastischer Rückgang bei Schadholz

Im Jahr 2025 wurden lediglich 12,7 Millionen Kubikmeter sogenanntes Schadholz eingeschlagen. Im Vergleich dazu lag diese Menge im Vorjahr noch bei 27,3 Millionen Kubikmetern und damit mehr als doppelt so hoch. Das Jahr 2020 verzeichnete mit 60,1 Millionen Kubikmetern das höchste Schadholzaufkommen seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1990.

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Der Anteil des Schadholzes am gesamten Holzeinschlag hat sich deutlich verringert. Während er im Jahr 2020 noch knapp drei Viertel (74,8 Prozent) ausmachte, betrug er im Jahr 2025 weniger als ein Viertel (22,1 Prozent).

Statistische Analyse der Entwicklung

Die Statistiker aus Wiesbaden ziehen eine klare Schlussfolgerung: „Der deutlich geringere Holzeinschlag im Vergleich zu den durch Borkenkäferbefall geprägten Jahren 2020 und 2021 – sowohl beim insektenbedingten Schadholz als auch beim Fichtenholz – deutet darauf hin, dass ein Großteil der geschädigten Bäume bereits in den Vorjahren gefällt und dem Wald entnommen wurde.“

Diese Entwicklung zeigt, dass die intensive Bewirtschaftung der vergangenen Jahre dazu geführt hat, dass viele kranke und geschädigte Bäume bereits entfernt wurden. Dadurch hat sich die Gesamtmenge des eingeschlagenen Holzes deutlich reduziert.

Der Großteil des geernteten Holzes findet nach wie vor Verwendung in der Säge- und Furnierindustrie. Es wird beispielsweise zu Paletten oder Parkettholz weiterverarbeitet und trägt so zur Wertschöpfung in der deutschen Forst- und Holzwirtschaft bei.

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