Wolf-Angriff in Hamburg: Experte warnt vor falsch verstandener Tierliebe
In Hamburg hat ein Vorfall mit einem Wolf für Aufsehen gesorgt, bei dem eine Frau verletzt wurde, weil sie dem Tier helfen wollte. Der Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen, Raoul Reding, äußert sich kritisch zu solchem Verhalten und bezeichnet es als falsch verstandene Tierliebe.
Der Vorfall in Hamburg-Altona
Am Montag war einem Wolf in Hamburg-Altona der Weg aus einer Einkaufspassage durch gläserne Automatiktüren versperrt. Eine Frau versuchte, dem Tier zu helfen, und erlitt dabei eine Verletzung. Sie konnte das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung noch am selben Abend verlassen. Der Wolf flüchtete nach dem Vorfall bis an die Binnenalster, wo er mit einer Schlinge eingefangen wurde.
Expertenrat: Abstand halten und Behörden einschalten
Reding warnt eindringlich davor, sich als Laie wilden Raubtieren zu nähern. „Wölfe, aber auch andere Wildtiere, sind, wie der Name sagt, Wildtiere, die unberechenbar sein können“, sagte er dem Radiosender NDR 1 Niedersachsen. Er empfiehlt stattdessen:
- Abstand zu den Tieren einhalten
- Respektvolles Verhalten zeigen
- Die Behörden verständigen, damit Fachpersonal die Situation lösen kann
Das Annähern ohne spezielle Ausrüstung könne schnell dazu führen, dass Menschen zu Schaden kommen.
Aktuelle Situation des Wolfs
Der Wolf aus Hamburg ist seit gestern Abend vorläufig in einer Wildtierauffangstation in Niedersachsen untergebracht. Die Hamburger Umweltbehörde hat nicht mitgeteilt, um welche Station es sich handelt. Dies unterstreicht die Bedeutung professioneller Handhabung in solchen Fällen.
Die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland in den vergangenen Jahren macht solche Vorfälle wahrscheinlicher. Es ist daher entscheidend, dass die Bevölkerung über den richtigen Umgang mit Wildtieren informiert ist, um weitere Zwischenfälle zu vermeiden.



