Wildschwein-Invasion bedroht kroatische Urlaubsparadiese an der Adria
Kroatien, das beliebte Sommerurlaubsziel mit seinen traumhaften Stränden und klarem Wasser, das auch viele deutsche Touristen anzieht, sieht sich einer ungewöhnlichen und wachsenden Bedrohung gegenüber. Eine Tierplage von Wildschweinen breitet sich derzeit an den Küsten und Inseln aus und überrascht selbst Einheimische mit ihrer Ausdauer und Anpassungsfähigkeit.
Schwimmende Wildschweine überqueren Meereskanäle
Was viele Urlauber und Bewohner überrascht: Wildschweine sind ausgezeichnete Schwimmer. Sie überqueren regelmäßig die Meereskanäle zu den dalmatinischen Inseln – auf der Suche nach Nahrung, neuen Lebensräumen oder auf der Flucht. „Schau sie an, sie schwimmen!“, ruft eine überraschte Inselbewohnerin in einem Video, das auf dem kroatischen Portal Morski.hr veröffentlicht wurde. Die Zahl solcher Überquerungen ist schwer genau zu erfassen, doch inzwischen gelten die Tiere auf vielen Inseln als feste, aber unerwünschte Bewohner.
Ökologische Probleme und wirtschaftliche Schäden
Als fremde Art stellen die Wildschweine ein erhebliches ökologisches Problem dar. Es häufen sich Berichte über eine regelrechte Invasion, die weit über das normale Maß hinausgeht. Die Tiere verwüsten Olivenhaine und Weinberge, zerstören Felder und greifen sogar Schafherden an. Auf der kroatischen Insel Molat übersteigt ihre Zahl bereits die der menschlichen Einwohner um das Dreifache, was die Dimension des Problems verdeutlicht.
Die Wildschwein-Plage bedroht nicht nur die natürliche Idylle, sondern auch die landwirtschaftlichen Erträge und damit die wirtschaftliche Grundlage vieler Regionen. Die Tiere dringen in Gebiete vor, die bisher von solchen Invasionen verschont blieben, und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Lokale Behörden und Bewohner stehen vor der Herausforderung, wirksame Maßnahmen zu finden, um die Ausbreitung einzudämmen und die Schäden zu begrenzen.



