Landkreis Ludwigslust-Parchim warnt vor Tollwutrisiken durch Hunde aus Drittländern
Veterinäramt warnt vor Tollwut durch Hunde aus Drittländern

Landkreis Ludwigslust-Parchim warnt vor Tollwutrisiken durch Hunde aus Drittländern

Das Veterinäramt des Landkreises Ludwigslust-Parchim hat eine deutliche Warnung ausgesprochen: Bei der Aufnahme von Hunden aus Drittländern bestehen erhebliche Gesundheitsrisiken. Anlass sind mehrere Fälle, in denen bei eingeführten Tieren gefälschte Tollwut-Titerbestimmungen und manipulierte Impfaufkleber festgestellt wurden. Die Behörde betont, dass solche Praktiken die Einschleppung gefährlicher Krankheiten begünstigen und rät dringend zu besonderer Vorsicht.

Deutschland gilt als tollwutfrei – doch die Gefahr bleibt

Tollwut ist eine anzeigepflichtige Viruskrankheit, die sowohl Tiere als auch Menschen betrifft und nach Ausbruch der Symptome tödlich verläuft. Deutschland gilt seit dem Jahr 2008 als frei von terrestrischer Tollwut, was einen wichtigen Erfolg im Tierschutz darstellt. Dennoch besteht weiterhin die Gefahr der Einschleppung aus betroffenen Regionen weltweit. Besonders riskant sind dabei Tiere, deren Papiere nicht verlässlich sind oder deren Herkunft unklar bleibt.

Empfehlungen für eine sichere Hundeübernahme

Der Landkreis empfiehlt, Hunde ausschließlich über seriöse Tierschutzorganisationen zu übernehmen. Diese sollten über eine Erlaubnis nach Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes verfügen, klare Vermittlungsverträge anbieten und eine nachvollziehbare tierärztliche Dokumentation vorlegen können. Dazu zählen:

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  • Gültige Impfnachweise mit korrekten Angaben
  • Eindeutige Informationen zu Mikrochip, Herkunft und Gesundheitsstatus
  • Prüfbare Transportunterlagen und Gesundheitszeugnisse

Potenzielle Halter sollten diese Unterlagen vor der Übernahme sorgfältig einsehen und auf Plausibilität überprüfen. Von anonymen Angeboten, etwa in sozialen Netzwerken oder über private Inserate ohne nachprüfbare Angaben, rät der Landkreis ausdrücklich ab.

Risiken bei undurchsichtigen Übergaben

Gleiches gilt für Übergaben an Raststätten oder anderen Treffpunkten, wenn Identität und Gesundheitsstatus des Tieres nicht eindeutig belegt sind. In solchen Fällen steigt das Risiko, auf manipulierte Dokumente hereinzufallen, erheblich an. Das Veterinäramt führt risikoorientierte Kontrollen durch und kann bei festgestellten Unregelmäßigkeiten Nachuntersuchungen anordnen. Die Kosten dafür müssen die Halter tragen, und je nach Befund kann zudem eine Quarantäne notwendig werden, die sich auf mehrere hundert Euro belaufen kann.

Warnzeichen erkennen und verantwortungsvoll handeln

Ziel der Maßnahmen ist es, sowohl die Tier- als auch die Menschengesundheit zu schützen und illegale Einfuhren wirksam einzudämmen. Der Landkreis appelliert an alle Interessierten, sich vor der Anschaffung eines Hundes umfassend zu informieren. Seriöse Anbieter lassen sich anhand von Genehmigungen, Referenzen und transparenten Abläufen erkennen. Zweifel an Dokumenten, unklare Herkunftsangaben oder Zeitdruck bei der Übergabe sind klare Warnzeichen, die ernst genommen werden sollten.

Wer unsicher ist, sollte sich vorab bei den zuständigen Veterinärämtern oder anerkannten Tierschutzorganisationen beraten lassen. Verantwortungsvolles Handeln und eine sorgfältige Prüfung aller Unterlagen sind entscheidend, um Gesundheitsrisiken für Tiere und Menschen zu vermeiden und den hohen Standard der Tollwutfreiheit in Deutschland zu bewahren.

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