Tag 2 der Buckelwal-Rettung: Luftkissen-Einsatz vor Poel gestartet
Am Freitagmorgen ist der zweite Tag der aufwendigen Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel in der Ostsee angelaufen. Sechs Helfer fuhren kurz nach 8.00 Uhr bei Morgennebel mit Booten zu dem Tier, um seinen Zustand zu überprüfen und ein nasses Tuch auf seinem Rücken zu erneuern, wie im Livestream von News5 zu verfolgen war.
Komplexe Bergung mit Luftkissen geplant
Im Laufe des Tages soll der eigentliche Rettungsversuch gewagt werden: Der tonnenschwere Buckelwal soll mit speziellen Luftkissen angehoben werden. Da das Tier jedoch seit mehr als zwei Wochen auf dem Meeresgrund festliegt, muss zunächst Sediment unter ihm weggespült werden, um Platz für die Hebevorrichtung zu schaffen.
Anschließend ist geplant, den Wal auf einer robusten Plane zwischen zwei Pontons zu lagern. Der Ausgang dieser äußerst komplexen Operation bleibt ungewiss, betonen die Experten vor Ort.
Langfristiger Transport in den Atlantik angestrebt
Falls die Bergung erfolgreich verläuft, soll ein Schlepper die empfindliche Fracht in mehrere Etappen ziehen:
- Zuerst in tiefere Gewässer der Ostsee
- Dann durch die Meerengen Kattegat und Skagerrak
- Weiter in die Nordsee
- Schließlich in den Atlantik
Dort könnte der Buckelwal im besten Fall in seine natürliche Umgebung entlassen werden. Die private Rettungsaktion zeigt das enorme Engagement der Helfer, doch die Herausforderungen sind gewaltig – sowohl bei der Bergung als auch beim anschließenden Transport des geschwächten Tieres.



