Rettungsinitiative für Buckelwal: Bereit für den Fall der Selbstbefreiung
Rettungsinitiative für Buckelwal: Bereit für Selbstbefreiung

Rettungsinitiative für gestrandeten Buckelwal: Bereitschaft für alle Szenarien

Seit mehreren Tagen laufen die intensiven Vorbereitungen für den Transport eines geschwächten Buckelwals zurück in die offene See. Der Wal, der sich in der Ostsee vor der Insel Poel befindet, soll sicher in seinen natürlichen Lebensraum zurückgebracht werden. Die private Hilfsinitiative hat nun einen entscheidenden Schritt unternommen, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Plan B aktiviert: Bereitschaft für spontane Selbstbefreiung

Falls sich der in der Wismarbucht gestrandete Buckelwal aufgrund des steigenden Wasserstandes plötzlich selbst freischwimmen sollte, ist das Team der privaten Rettungsinitiative nach eigenen Angaben bestens vorbereitet. Weil das Tier in den frühen Morgenstunden wieder besonders aktiv war, wurde der vorbereitete Plan B bereits aktiviert. Dies teilte Rechtsanwältin Constanze von der Meden während einer Pressekonferenz der Initiative im Hafen von Kirchdorf mit.

Der Wasserstand könnte in den kommenden Stunden um 50 bis 60 Zentimeter ansteigen, was die Situation dynamisch verändern könnte. „Das bedeutet, dass die DLRG-Boote sich in Bereitschaft befinden, um für den Fall, dass der Wal losschwimmt, ihn sicher leiten zu können“, erklärte von der Meden. „Es ist sichergestellt, dass wir ihn dann bis in die Nordsee und weiter in den Atlantik begleiten können.“

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Hintergrund der Rettungsaktion

Die Anwältin ist Teil der privat finanzierten Rettungsaktion, die von Unternehmerin Karin Walter-Mommert und Mediamarkt-Gründer Walter Gunz ins Leben gerufen wurde. Diese ambitionierte Operation wird vom Umweltministerium aufmerksam beobachtet und eng mit den zuständigen Behördenvertretern abgestimmt. Die Zusammenarbeit zwischen privaten Initiativen und staatlichen Stellen zeigt sich hier als beispielhaft.

Der ursprüngliche Plan sieht vor, unter den Wal eine spezielle Plane zu führen, die zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigt ist. Mit dieser Konstruktion soll das Tier aus dem flachen Bereich geborgen und anschließend sicher in Richtung Nordsee transportiert werden. Die Pontons sollen dabei von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden, um den Wal behutsam zu bewegen.

Zustand und Maße des Wals

Messungen des Umweltministeriums haben ergeben, dass der Buckelwal beeindruckende 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch ist. Der geschwächte Wal liegt bereits seit 20 Tagen in der Wismarbucht vor der Insel Poel, was die Dringlichkeit der Rettungsmaßnahmen unterstreicht. Die anhaltende Präsenz des Tieres in dem flachen Gewässer stellt eine erhebliche Belastung für seinen Gesundheitszustand dar.

Die Rettungsinitiative betont, dass alle Maßnahmen mit größter Sorgfalt und Rücksicht auf das Wohl des Tieres durchgeführt werden. Die Bereitschaft der DLRG-Boote und die detaillierte Planung zeigen, wie umfassend die Vorbereitungen für diese komplexe Operation sind. Sollte der Wal tatsächlich selbstständig losschwimmen, ist das Team darauf vorbereitet, ihn sicher durch die Ostsee und Nordsee bis in den Atlantik zu geleiten, wo er wieder in seiner natürlichen Umgebung leben kann.

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