Patellaluxation beim Hund: Wenn das Hüpfen ein Warnsignal ist
Patellaluxation beim Hund: Hüpfen als Warnsignal

Patellaluxation beim Hund: Das Hüpfen ist ein ernstes Warnzeichen

Plötzlich läuft der Vierbeiner nur noch auf drei Beinen, setzt die Pfote kurz darauf aber wieder normal auf. Viele Hundebesitzer halten dieses vorübergehende Hüpfen für harmlos, doch tatsächlich kann es ein wichtiges Warnsignal für eine ernsthafte Kniegelenkserkrankung sein: die Patellaluxation.

Was genau ist eine Patellaluxation?

Bei dieser Erkrankung springt die Kniescheibe des Hundes aus ihrer natürlichen Führungsrinne im Kniegelenk heraus und verlagert sich nach innen oder außen. Dadurch gerät das gesamte Kniegelenk aus dem Gleichgewicht, und das betroffene Bein lässt sich nicht mehr richtig strecken. Die Bewegungseinschränkung ist für den Hund oft schmerzhaft und beeinträchtigt seine Mobilität erheblich.

Ursachen und betroffene Rassen

Besonders kleine Hunderassen wie Chihuahuas, Yorkshire Terrier, Zwergpudel und andere Toy-Rassen sind für diese Erkrankung prädisponiert. Die Hauptursachen liegen häufig in angeborenen Fehlstellungen der Hinterbeine oder einer zu flachen Gleitrinne für die Kniescheibe. Darüber hinaus können auch Verletzungen, Übergewicht oder altersbedingter Gelenkverschleiß eine Patellaluxation begünstigen oder auslösen.

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Typische Symptome erkennen

Das charakteristischste Anzeichen ist der sogenannte „hüpfende“ oder „hoppelnde“ Gang. Der Hund hebt plötzlich ein Hinterbein an und bewegt sich für einige Schritte auf nur drei Beinen fort, bevor er die Pfote wieder normal aufsetzt. Im Anfangsstadium kann dieses Verhalten nur sporadisch auftreten, mit fortschreitender Erkrankung wird die Lahmheit jedoch häufiger und hält länger an.

Der Gang kann insgesamt steifer und unsicher werden. Während manche Hunde lange Zeit kaum Beschwerden zeigen, leiden andere unter deutlichen Schmerzen und reduzieren ihre Bewegungsaktivität spürbar.

Diagnose und Behandlung durch den Tierarzt

Bei Verdacht auf eine Patellaluxation sollte umgehend ein Tierarzt konsultiert werden. Dieser wird das Kniegelenk gründlich untersuchen und testen, ob sich die Kniescheibe manuell verschieben lässt. Zur weiteren Abklärung dienen Röntgenaufnahmen, in komplexeren Fällen kommen auch Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz.

Diese bildgebenden Verfahren helfen nicht nur bei der sicheren Diagnosestellung, sondern ermöglichen auch die Erkennung von Folgeschäden am Gelenk und den Ausschluss anderer möglicher Ursachen für die Lahmheit.

Mögliche Folgen bei Nichtbehandlung

Wird eine Patellaluxation nicht angemessen behandelt, kann sich der Zustand verschlimmern. Besonders bei wiederholtem Herausspringen der Kniescheibe steigt das Risiko für dauerhafte Gelenkschäden erheblich. Als häufige Folgeerkrankung entwickelt sich oft eine schmerzhafte Arthrose im betroffenen Kniegelenk.

Hundebesitzer, die Veränderungen im Gangbild ihres Tieres frühzeitig ernst nehmen und tierärztlichen Rat einholen, können dazu beitragen, größere gesundheitliche Probleme zu vermeiden und die Lebensqualität ihres Vierbeiners zu erhalten.

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