Osterfeuer als Gefahr für Wildtiere: So schützen Sie Igel und Mäuse richtig
Osterfeuer: Gefahr für Wildtiere und Schutzmaßnahmen

Osterfeuer als unterschätzte Gefahr für kleine Wildtiere

Mit einem Osterfeuer stimmen sich viele Menschen in Deutschland auf das bevorstehende Fest ein. Doch was für Menschen ein schönes Brauchtum ist, kann für Wildtiere zur tödlichen Falle werden. Die beliebten Holz- und Laubhaufen dienen Mäusen, Igeln, Kröten und anderen kleinen Tieren als willkommenes Versteck und Unterschlupf.

Warum Osterfeuerhaufen so gefährlich sind

Die Gefahr entsteht vor allem dann, wenn das Holz bereits längere Zeit vor dem Osterfest gesammelt und aufgeschichtet wurde. In dieser Zeit haben zahlreiche Wildtiere die Haufen als sicheren Rückzugsort entdeckt und sich darin eingenistet. Wird das Feuer dann angezündet, haben die Tiere kaum eine Chance zu entkommen.

Die Tierschutzstiftung Vier Pfoten warnt ausdrücklich vor dieser unterschätzten Gefahr und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für alle, die ein Osterfeuer planen.

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Praktische Schutzmaßnahmen für Tierfreunde

Um Wildtiere wirksam zu schützen, sollten folgende Maßnahmen beachtet werden:

  • Spätes Aufschichten: Das Holz sollte idealerweise erst kurz vor dem Anzünden des Feuers aufgeschichtet werden.
  • Umschichten bei längerer Lagerung: Liegt das Holz bereits länger bereit, muss es unbedingt vor dem Anzünden komplett umgeschichtet werden.
  • Wartezeit einhalten: Nach dem Umschichten sollte der Holzhaufen etwa eine Stunde lang in Ruhe gelassen werden, damit versteckte Tiere flüchten können.
  • Randbereich kontrollieren: Während der Wartezeit sollte der Bereich um den Holzhaufen regelmäßig kontrolliert werden, um flüchtende Tiere zu beobachten und gegebenenfalls zu helfen.

Weitere wichtige Sicherheitshinweise

Neben dem Schutz der Wildtiere gibt es weitere Aspekte, die bei der Planung eines Osterfeuers bedacht werden sollten:

  1. Keine künstliche Beleuchtung: Auf zusätzliche Beleuchtung in der Nähe des Feuers sollte verzichtet werden, um keine weiteren Tiere anzulocken.
  2. Absicherung des Bereichs: Der Brennplatz sollte deutlich markiert oder umzäunt werden, um Haustiere wie Hunde fernzuhalten.
  3. Größe des Feuers: Kleinere Feuer sind nicht nur sicherer, sondern auch besser zu kontrollieren und überschaubar.

Die Experten betonen, dass bereits mit relativ einfachen Maßnahmen viel für den Tierschutz getan werden kann. Ein bewusster Umgang mit Osterfeuern ermöglicht es, Tradition und Tierwohl in Einklang zu bringen.

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