Engerlinge im Garten: Nützliche Helfer oder gefräßige Schädlinge?
Engerlinge: Nützliche Helfer oder Schädlinge im Garten?

Engerlinge im Garten: Nützliche Helfer oder gefräßige Schädlinge?

Sie sehen aus wie dicke, weiße Maden und sorgen bei vielen Hobbygärtnern für Alarm. Doch Engerlinge sind nicht automatisch Schädlinge. Manche fressen Wurzeln, andere helfen sogar beim Kompostieren. Wer genau hinschaut, kann „gute“ und „böse“ Larven unterscheiden.

Welche Käferlarven dahinterstecken

Engerlinge sind die Larven verschiedener Käferarten wie Mai-, Juni-, Rosen- oder Nashornkäfer. Sie gehören zu den Blatthornkäfern. Die Larven werden bis zu sieben Zentimeter lang und verpuppen sich später zu Käfern. In dieser Phase sehen sie sich jedoch sehr ähnlich.

Ihr Körper ist hellgrau bis braun, mit kräftigen Fresswerkzeugen am Kopf. Sechs Beinchen helfen ihnen, sich durch die Erde zu bewegen. Man findet sie häufig in Beeten oder im Kompost.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Sind Engerlinge schädlich oder nützlich?

Schäden zeigen sich oft als braune Rasenstellen – dort fressen Larven an Wurzeln. Als schädlich gelten vor allem Mai-, Juni- und Gartenlaubkäfer. Andere Arten sind dagegen nützlich und zersetzen totes Holz.

Larven von Rosen- und Nashornkäfern sind geschützt und wichtige Helfer im Garten. Sie unterstützen die Kompostbildung. Gefundene Tiere sollten wieder eingegraben werden.

Geschützte Arten dürfen weder gefangen noch getötet werden. Auch ihre Lebensräume sind geschützt. Andere Arten unterliegen diesen Regeln nicht.

Wie man Engerlinge unterscheidet

Die Unterscheidung ist schwierig. Auch die Fortbewegung ist „kein sicheres Kriterium zur Unterscheidung der Rosenkäfer von Maikäfern“, sagt der Insektenforscher Dr. Damir Kovac vom Senckenberg Forschungsinstitut. Entscheidend ist ein genauer Blick auf Körperform und Beine.

Maikäfer-Engerlinge sind gleich dick, mit kräftigen Beinen und starken Beißwerkzeugen, und leben nicht im Kompost. Rosenkäferlarven sind hinten dicker, haben kurze Stummelbeine und kommen meist im Kompost vor.

Was hilft gegen schädliche Engerlinge?

Ein Befall lässt sich ohne Chemie eindämmen: Netze verhindern Eiablage, Nematoden bekämpfen Larven biologisch. Auch natürliche Feinde wie Igel oder Vögel helfen. Vertikutieren, weniger Licht und Pflanzen wie Knoblauch können zusätzlich abschrecken.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration