Greenpeace-Aktivisten entrollen riesiges Protestbanner an Kran vor Münchner Sicherheitskonferenz
Greenpeace-Protest mit Banner an Kran vor Sicherheitskonferenz

Spektakulärer Banner-Protest in München: Greenpeace kritisiert Gas-Abhängigkeit

Am frühen Freitagmorgen, dem 13. Februar 2026, sorgten Aktivisten von Greenpeace in der Münchner Innenstadt für Aufsehen. In einer spektakulären Aktion in luftiger Höhe entrollten sie von einem Baukran ein riesiges Protestbanner mit einer klaren Botschaft. Die Umweltschutzorganisation nutzte den Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz, um auf ein drängendes energiepolitisches Thema aufmerksam zu machen.

Protest in 60 Metern Höhe gegen Gas-Tyrannen

Gegen 6.20 Uhr stiegen laut Greenpeace zehn Kletterer auf einen Baukran in etwa 60 Metern Höhe und brachten ein 90 Quadratmeter großes Transparent an. Auf dem Banner war in großen Lettern "Break Free From Tyrants" zu lesen, was auf Deutsch "Befreie dich von den Tyrannen" bedeutet. In einer Mitteilung der Organisation hieß es, der Protest richte sich gezielt gegen die europäische Abhängigkeit von Flüssiggaslieferungen aus Russland und den USA.

"Wer über Sicherheit spricht, muss auch über Energiepolitik sprechen", betonten die Aktivisten in ihrer Erklärung. Sie machten deutlich, dass echte Sicherheit nur mit einer unabhängigen und nachhaltigen Energieversorgung erreicht werden könne.

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Polizeiliche Maßnahmen und weitere Proteste angekündigt

Die Münchner Polizei bestätigte gegenüber der Abendzeitung den Beginn der Aktion kurz vor 6.20 Uhr. Um 9.30 Uhr kamen die Aktivisten laut Polizeiangaben freiwillig vom Baukran herunter. Im Vorfeld hatten die Beamten Greenpeace einen Ersatzort für die Protestaktion angeboten, was die Aktivisten jedoch ablehnten. Anschließend wurden neun Personen in die Gefangenensammelstelle im Polizeipräsidium München gebracht.

Diese Einrichtung wurde speziell für die Dauer der Sicherheitskonferenz eingerichtet, um festgenommene Personen erkennungsdienstlich erfassen zu können. Greenpeace kündigte in ihrer Mitteilung bereits weitere Protestaktionen rund um die Konferenz an. Für den Vormittag planten die Aktivisten eine Demonstration auf dem Marienplatz in unmittelbarer Nähe der Sicherheitskonferenz.

Überlebensgroße Skulpturen und symbolische Inszenierung

Bei der angekündigten Demonstration wollen die Greenpeace-Aktivisten mit überlebensgroßen, aufblasbaren Skulpturen von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf sich aufmerksam machen. Auf Bannern fordern sie "Sichere Energie statt Gas-Abhängigkeit". Die beiden abgebildeten Regierungschefs stehen dabei symbolisch auf einem 10 Meter langen Modell eines Gas-Tankers, auf dessen Längsseite "Fossil Gas" zu lesen sein soll.

Die Münchner Sicherheitskonferenz, die an diesem Wochenende im Hotel Bayerischer Hof stattfindet, gilt als das weltweit wichtigste Expertentreffen zur Sicherheitspolitik. Greenpeace nutzt diese internationale Bühne bewusst, um die energiepolitische Abhängigkeit Europas von autoritären Regimen anzuprangern und für eine Wende hin zu erneuerbaren Energien zu werben.

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