Greenpeace protestiert mit spektakulärer Kran-Aktion gegen neues Klimaschutzprogramm
Greenpeace-Kran-Aktion gegen Klimaschutzprogramm

Spektakulärer Protest am Bundeskanzleramt: Greenpeace-Aktivisten fordern Klimaschutz

In einer aufsehenerregenden Aktion haben mehrere Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace am Mittwochmorgen am Bundeskanzleramt gegen die Nutzung fossiler Energien protestiert. Die Demonstranten seilten sich dazu von einem Kran auf dem Gelände des Kanzleramts ab und hissten ein großes Banner mit der deutlichen Aufschrift „Freiheit statt fossile Politik“.

Details zur spektakulären Kran-Aktion

Laut Angaben der Bundespolizei verschafften sich insgesamt sechs Aktivisten gegen 5.55 Uhr Zugang zu dem Kran auf dem Kanzleramtsgelände. Vier von ihnen seilten sich schließlich mit dem riesigen Protestbanner ab, um ihre Botschaft weithin sichtbar zu machen. Gegen 8.40 Uhr verließen die Aktivisten den Kran freiwillig, nachdem sie ihre Protestaktion erfolgreich durchgeführt hatten. Die weiteren Ermittlungen zu dem Vorfall hat inzwischen die Berliner Polizei übernommen.

Direkter Zusammenhang mit neuem Klimaschutzprogramm

Die spektakuläre Protestaktion steht in direktem Zusammenhang mit dem heutigen Kabinettsbeschluss zum neuen Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Deutschland hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt:

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  • Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 65 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 1990
  • Klimaneutralität bis zum Jahr 2045
  • Europäische Vorgabe: Halbierung der Emissionen bis 2030 gegenüber 2005

Derzeit befindet sich Deutschland jedoch nicht auf dem erforderlichen Kurs, um diese Ziele zu erreichen. Mit dem heute beschlossenen Klimaschutzprogramm erfüllt die Bundesregierung eine gesetzliche Vorgabe, die sie verpflichtet, spätestens ein Jahr nach Beginn der Legislaturperiode darzulegen, wie sie die deutschen Klimaziele erreichen will.

Kritik von Greenpeace am neuen Programm

Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace, übt deutliche Kritik am beschlossenen Klimaschutzprogramm: „Mit diesem Klimaschutzprogramm setzt die Bundesregierung eher auf Hoffnung als Gewissheit. Die nötigen CO2-Einsparungen bis 2030 sind knapp und optimistisch kalkuliert.“

Kaiser vermisst insbesondere im Verkehrssektor „längst überfällige Schritte wie ein Tempolimit“. Die Umweltschutzorganisation prangert mit ihrer Aktion Deutschlands anhaltende Abhängigkeit von Öl und Gas an und fordert deutlich entschlossenere Maßnahmen für den Klimaschutz.

Inhalte des neuen Klimaschutzprogramms

Das heute vom Kabinett beschlossene Programm sieht verschiedene Maßnahmen vor:

  1. Ausbau von Windrädern an Land
  2. Förderung für besser an den Klimawandel angepasste Mischwälder
  3. Bereits beschlossene neue Förderung für Elektroautos

Dennoch bleibt Greenpeace skeptisch, ob diese Maßnahmen ausreichen werden, um die gesteckten Klimaziele tatsächlich zu erreichen. Die Kran-Aktion am Kanzleramt sollte die Dringlichkeit der Klimakrise und die Notwendigkeit entschlossenerer politischer Maßnahmen unterstreichen.

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