Giftige Spinnen in Deutschland: Klimawandel bringt gefährliche Arten in unsere Gärten
Giftige Spinnen in Deutschland durch Klimawandel

Gift auf acht Beinen: Diese Spinnenarten erobern Deutschland

Sie krabbeln, sie erschrecken und sie können beißen! Acht Beine, blitzschnelle Bewegungen und oft ein furchteinflößendes Aussehen: Spinnen lassen niemanden kalt. Manche lieben sie, andere bekommen schon beim bloßen Anblick Gänsehaut. Auch in Deutschland gibt es Arten, deren Biss schmerzhaft und giftig sein kann, und durch den Klimawandel wandern immer mehr von ihnen in unsere Gärten, Keller und Häuser.

Klimawandel als Treiber der Spinnenausbreitung

Die gute Nachricht: Nur wenige Spinnenarten in Deutschland sind wirklich gefährlich, wie auch Experten bestätigen. Die schlechte: Es werden immer mehr. Schuld daran ist der Klimawandel. Mit den steigenden Temperaturen wandern Spinnen aus dem Süden immer weiter nach Norden und erobern neue Lebensräume, vom sonnigen Mittelmeer bis in unsere Gärten und Häuser. Für Allergiker, Angstpatienten und Hobbygärtner heißt das: Achtung, die Achtbeiner kommen.

Nosferatu-Spinne: Gruseliger Neuankömmling

Die Nosferatu-Spinne sorgt in Deutschland für Aufsehen, und das nicht ohne Grund. Benannt nach dem berühmten Gruselfilm, sieht sie genauso unheimlich aus, wie ihr Name vermuten lässt. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, doch durch den Klimawandel wandert sie seit einigen Jahren immer weiter nach Norden und ist mittlerweile auch bei uns zu finden. Für gesunde Erwachsene ist ihr Biss zwar schmerzhaft, aber nicht gefährlich. Dennoch gilt: Wer die Nosferatu-Spinne in Haus oder Garten entdeckt, sollte vorsichtig sein.

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Fischernetzspinne: Seltene, aber auffällige Art

Auch die Fischernetzspinne stammt aus dem Mittelmeerraum und taucht in Deutschland bislang nur vereinzelt auf. Ihr tiefschwarzer Körper und die blaugrün glänzenden Kieferklauen sind unverwechselbar. Sie versteckt sich gerne in Mauerspalten und baut dort schlauchförmige Gespinste. Wer von ihr gebissen wird, kann Schmerzen, Schwindel, Fieber oder Übelkeit spüren, doch die Begegnung ist selten. Trotzdem gilt: Vorsicht beim Entdecken.

Die giftigsten Spinnen Deutschlands im Überblick

Die Europäische Schwarze Witwe: Sie gilt als eine der weltweit bekanntesten Giftspinnen und sie ist inzwischen auch in Deutschland angekommen. Ursprünglich stammt sie aus Süd- und Südosteuropa und profitiert vom Klimawandel: Mildere Temperaturen lassen die Art weiter nach Norden wandern. Ihr schwarzer Körper trägt die typische rötliche Zeichnung. Nach einem Biss kann es zu Fieber, Schmerzen, Schwellungen und Schweißausbrüchen kommen. In sehr seltenen Fällen endet ein Biss sogar tödlich.

Die Gartenkreuzspinne: Diese Spinnenart ist weitverbreitet und bei uns fast überall zu finden. Im Sommer weben die Weibchen kunstvolle Radnetze, während die Männchen umherstreifen. Trotz ihrer Größe ist sie für Menschen ungefährlich: Die Giftklauen sind zu kurz, um die Haut zu durchdringen, ein Biss ist höchstens so unangenehm wie ein Mückenstich.

Der Ammen-Dornfinger: Sie gilt als die giftigste Spinne Deutschlands. Sie lebt in hohen Gräsern an Bahndämmen, Waldrändern oder Lichtungen. Wird sie massiv gestört, beißt sie zu und injiziert ein Nervengift. Schmerzen, Schwellungen und in sehr seltenen Fällen Fieber oder Kreislaufprobleme können die Folge sein. Viele Betroffene vergleichen den Biss mit einem Wespenstich: unangenehm, aber meist harmlos.

Insgesamt zeigt sich, dass der Klimawandel nicht nur das Wetter, sondern auch die Tierwelt in Deutschland verändert. Während die meisten Spinnenarten harmlos sind, erfordern einige giftige Neuankömmlinge erhöhte Aufmerksamkeit.

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