Milliardenflug zum Mond: Artemis 2 kostet 4,1 Milliarden Dollar und setzt neue Maßstäbe
Artemis 2: 4,1 Milliarden Dollar für historischen Mondflug

Milliardenflug zum Mond: Artemis 2 kostet 4,1 Milliarden Dollar

Es ist die spektakulärste Mondmission seit mehr als fünf Jahrzehnten – und zugleich eine der teuersten Unternehmungen in der Geschichte der Raumfahrt. Der Artemis-2-Flug zum Mond und zurück mit vier Astronauten an Bord verursacht nach aktuellen Berechnungen des NASA-Inspekteurs allein rund 4,1 Milliarden US-Dollar. Diese gigantische Summe setzt neue Maßstäbe und unterstreicht die immense technologische Herausforderung.

Die gewaltigen Kostenfaktoren der Mission

Die enorme Summe für Artemis 2 erklärt sich durch die aufwendige Technik. Die SLS-Mondrakete, das Schwerlastsystem der NASA, schlägt pro Start mit etwa 2,2 Milliarden Dollar zu Buche. Hinzu kommen rund 568 Millionen Dollar für die Startanlagen und Bodensysteme sowie etwa eine Milliarde Dollar für die Orion-Kapsel. Weitere Kosten entstehen durch das europäische Servicemodul, das für Stromversorgung, Lebenserhaltung und Antrieb verantwortlich ist.

Besonders kurios: Das Toilettensystem an Bord der Orion-Kapsel kostet allein 23 Millionen Dollar. Dieses Hightech-WC wurde speziell für die Mondmission entwickelt und sorgte kurz nach dem Start für Aufregung, als eine Störungsmeldung angezeigt wurde. Das Problem konnte zwar behoben werden, doch die Geschichte zeigt, wie selbst scheinbar banale Technik im All Millionen verschlingen kann.

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Internationale Zusammenarbeit und Finanzierung

Die Kosten für Artemis 2 werden primär aus dem NASA-Haushalt getragen – und damit letztlich von den US-Steuerzahlern. Das Budget der Raumfahrtbehörde wird jährlich vom amerikanischen Kongress beschlossen und aus dem Bundeshaushalt finanziert. Allerdings ist die Mondmission Artemis längst kein reines US-Projekt mehr.

Neben der NASA beteiligen sich die Canadian Space Agency (CSA), die European Space Agency (ESA) und die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) mit Technologie, Infrastruktur und Personal. Die ESA liefert beispielsweise das Servicemodul der Orion-Kapsel, wodurch auch Geld aus europäischen Staaten wie Deutschland, Frankreich und Italien in das Projekt fließt. Mit Jeremy Hansen ist erstmals ein kanadischer Astronaut an Bord.

Historischer Meilenstein und langfristige Perspektiven

Trotz der gigantischen Kosten markiert Artemis 2 einen historischen Meilenstein. Zum ersten Mal seit Apollo 17 im Jahr 1972 fliegen wieder Menschen Richtung Mond. Die Mission dient als entscheidender Test für die geplante Rückkehr auf die Mondoberfläche ab 2028, während der Konkurrent China eine Mondlandung für 2030 plant.

Noch beeindruckender wird die Zahl, wenn man das gesamte Programm betrachtet: Nach offiziellen Angaben hat die NASA bereits mehr als 55 Milliarden Dollar in Artemis investiert, langfristig werden Gesamtkosten von mindestens 93 Milliarden Dollar erwartet. Damit setzt Artemis nicht nur technische, sondern auch finanzielle Maßstäbe in der Raumfahrt.

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