Thüringen fördert Jenaer Medizintechnik: Virtueller Sehtest soll Fehlsichtigkeit schneller erkennen
Thüringen fördert virtuellen Sehtest aus Jena für schnellere Diagnose

Thüringen investiert in innovative Augenheilkunde: Virtueller Sehtest aus Jena im Fokus

Die Medizintechnikbranche in Thüringen erhält einen bedeutenden Impuls durch die Förderung eines zukunftsweisenden Forschungsprojekts in Jena. Das Wirtschaftsministerium des Freistaats hat bekannt gegeben, dass die junge Firma Perceptec GmbH bei der Entwicklung eines virtuellen Sehtests unterstützt wird, der Fehlsichtigkeiten schneller und präziser erkennen soll.

Finanzielle Unterstützung für bahnbrechende Technologie

Aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Thüringen werden insgesamt rund 930.000 Euro für das ambitionierte Vorhaben bereitgestellt. Die Gesamtkosten des Forschungsprojekts, das bis Mitte 2028 laufen soll, belaufen sich auf mehr als 1,4 Millionen Euro. Das klare Ziel der beteiligten Partner ist es, bis zum Jahr 2027 ein erstes Medizinprodukt auf Basis der Forschungsergebnisse zur Marktreife zu bringen.

Innovative Lösung für die Augendiagnostik

Die Jenaer Medizintechnikfirma arbeitet intensiv an einer automatisierten Lösung zur Bestimmung von Fehlsichtigkeiten, die gezielt die Einschränkungen konventioneller Sehtests überwinden soll. Besonders bemerkenswert ist die geplante Mobilität des Systems, die künftig eine flexible Anwendung in verschiedenen medizinischen Umgebungen ermöglichen wird.

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Wirtschaftsministerin Colette Boss-John (CDU) zeigte sich bei einem Firmenbesuch beeindruckt von den Entwicklungen: „Hier in Jena entstehen Lösungen, die das Potenzial haben, Augendiagnostik auf eine neue technologische Stufe zu heben.“ Die Ministerin betonte, dass die Gründer von Perceptec bereits frühzeitig durch verschiedene Maßnahmen unterstützt wurden, darunter eine Gründungsprämie und gezielte Patentförderung.

Umfassende staatliche Förderung

Neben der aktuellen Projektförderung ist auch ein Thüringer Beteiligungsfonds der Aufbaubank bei der im Jahr 2024 gegründeten Firma eingestiegen. Insgesamt summiert sich die Unterstützung des Freistaats Thüringen für Perceptec auf rund 1,3 Millionen Euro. Damit setzt das Land ein deutliches Signal für die Förderung innovativer Unternehmen in der Medizintechnikbranche.

Die Ministerin unterstrich die strategische Bedeutung dieser Investition: „Das Land legt damit den Grundstein für neue, innovative Firmen, die mit ihren Entwicklungen die medizinische Versorgung verbessern können.“ Die Kombination aus finanzieller Unterstützung, fachlicher Begleitung und Netzwerkmöglichkeiten schaffe optimale Bedingungen für den Erfolg solcher Zukunftstechnologien.

Das Forschungsprojekt in Jena steht exemplarisch für die wachsende Bedeutung der Medizintechnik in Thüringen und demonstriert, wie gezielte Förderung durch das Land innovative Lösungen für die Gesundheitsversorgung vorantreiben kann. Die Entwicklung des virtuellen Sehtests könnte nicht nur die Diagnose von Fehlsichtigkeiten revolutionieren, sondern auch die Grundlage für weitere Innovationen in der Augenheilkunde schaffen.

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