Die Wirtschaftsförderer der Mecklenburgischen Seenplatte haben sich in der Neuen Burg in Penzlin zu einer Weiterbildung getroffen. 25 Mitglieder dieser Schnittstelle zwischen Landkreis, Fördermittelgebern, Netzwerkpartnern und Unternehmern informierten sich über Künstliche Intelligenz in Verwaltungen, Fördermittel für Kleinstunternehmen und Unternehmensansiedlungen.
Schwerpunkt Kleinstunternehmen
Unter dem Motto „Einfach machen“ gab Christian Wegner, Referent für Wirtschaftsförderung, einen Überblick über einen aktuellen Förderaufruf für Kleinstunternehmen im ländlichen Raum. Die Gesellschaft mit Sitz in Demmin teilte mit, dass dieses Thema bereits in Online-Webinaren auf großes Interesse gestoßen sei. Für Mitarbeiter kommunaler Verwaltungen sei es relevant, solche Förderprogramme zu kennen und die Informationen an die Unternehmer vor Ort weiterzugeben.
KI-Marktplatz vorgestellt
In den Behörden der Seenplatte hat Künstliche Intelligenz Einzug gehalten. Dr. Sandra Thiericke-Otto vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung stellte den bundesweiten KI-Marktplatz Maki vor – ein Internetportal für KI-Systeme, Anwendungsfälle und Potenziale. Der Marktplatz versteht sich als offene Plattform für den Austausch von KI-Anwendungen in Verwaltungen. Bereits aktive Lösungen werden mit Steckbrief und Kontaktdaten vorgestellt, um Doppelstrukturen zu vermeiden und die Vernetzung zu fördern. Das Bundesministerium bietet zudem regelmäßige digitale Sprechstunden und Community-Treffen an. Thiericke-Otto forderte die Wirtschaftsleute auf, Maki zu nutzen.
Erfolgreiche Ansiedlungsprojekte
Zum Abschluss präsentierten Kirsten Danert, Christian Werner und Stephan Kunkel, wie die Wirtschaftsförderung Ansiedlungsprojekte unterstützt. Die Projekte reichen von der Standorterweiterung eines großen Logistikunternehmens über die Partner- und Standortsuche für ein Handelsunternehmen im Franchisesystem bis zur unbürokratischen Ansiedlung eines polnischen Unternehmens, das Platinen herstellt. Zudem wurde ein internationaler Systemgastronom bei der Standortsuche unterstützt und die Übernahme eines Traditionsunternehmens aus dem Maschinenbau mit Sicherung von fast 100 Arbeitsplätzen begleitet.
Weitere Leistungen
Zur Unterstützung konkreter Investitions- und Ansiedlungsprojekte gehört auch die Zertifizierung Grüner Gewerbegebiete. Großes Interesse weckten Potenziale für Datencenter in der Seenplatte auf Basis einer vom Land beauftragten Studie. Geschäftsführerin Sabine Lauffer betonte: „Einfach machen, das prägt die Arbeit der Wirtschaftsförderer. Auch mal unkonventionelle Wege gehen, sich Partner suchen, von anderen lernen und Dinge voranbringen, ohne sich von Vorsicht und Bürokratie ausbremsen zu lassen.“ Sie rief dazu auf, mit Anregungen und Fragen auf die Gesellschaft zuzukommen. „Gemeinsam sind wir nicht nur schlagkräftiger, gemeinsam können wir Dinge wirklich bewegen und voranbringen.“



