KI-Revolution bei der WM 2026: Messi-Avatar und smarter Ball im Einsatz
KI-Revolution bei der WM 2026: Messi-Avatar und smarter Ball

Die Künstliche Intelligenz hält auch im Fußball Einzug. Bei der Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko, Kanada und den USA werden zahlreiche neue Technologien zum Einsatz kommen, die Trainern, Schiedsrichtern und Fans gleichermaßen helfen sollen. Hier ein Überblick über die Innovationen.

3D-Avatare für präzise Abseitsentscheidungen

Vor Turnierbeginn muss jeder Spieler am Media Day für rund 30 Sekunden in eine sogenannte Scanbox treten. Dabei wird er von 36 Kameras gefilmt. Der eigentliche Scan dauert nur eine Sekunde. Aus den Aufnahmen erstellt die Künstliche Intelligenz später einen 3D-Avatar mit den exakten Körpermaßen des Spielers. Dieser Avatar hilft bei der Visualisierung von Abseitsentscheidungen – sowohl auf den Videoleinwänden in den Stadien als auch für die Zuschauer zu Hause am Fernseher.

Schiedsrichter-Kamera mit KI-Stabilisierung

Für Fans der Bundesliga sind Bilder aus der Perspektive des Schiedsrichters nichts Neues, bei einer Weltmeisterschaft kommt diese Kameraperspektive jedoch erstmals zum Einsatz. Die KI sorgt dafür, dass die Bilder nicht verwackelt auf den Bildschirmen der Fernsehzuschauer ankommen.

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Intelligenter Spielball „Trionda“ von Adidas

Das Spielgerät von Adidas, genannt „Trionda“, enthält einen Sensor gegenüber dem Ventil. Dieser zeichnet selbst die leichtesten Berührungen auf. Auch das unterstützt die Entscheidungsfindung – etwa bei der Frage, ob ein Spieler den Ball berührt hat oder nicht. Die Bälle, von denen pro Spiel 15 bis 20 Exemplare bereitstehen, müssen aufgeladen werden. Eine volle Batterie hält bei dauerhafter Nutzung rund sechs Stunden durch.

Neues Datentool „Football AI Pro“ für Chancengleichheit

Die FIFA hat gemeinsam mit KI-Partner Lenovo das System „Football AI Pro“ entwickelt, das jedem Team zur Verfügung gestellt wird. Laut Weltverband bietet es Zugriff auf Millionen von Datenpunkten während der Spiele. Dazu kommen rund 2000 Leistungskennzahlen pro Team, darunter Metriken wie „Abstände zwischen den Linien im Mittelfeldpressing“, „hochintensive Läufe nach Standardsituationen“ und „Ballverluste im eigenen Drittel bei Rückstand“. Der Vorteil von „Football AI Pro“ liegt in seiner Verfügbarkeit: Da alle Teams dasselbe System nutzen, haben reichere Länder keinen Datenvorteil mehr.

KI-optimierte Logistik für das Mammutturnier

Ein Turnier wie die WM 2026 hat es noch nie gegeben: 48 Mannschaften spielen in drei Ländern. Die KI hat den Organisatoren bei der Optimierung des Spielplans geholfen. Auch bei der Planung der Anreisen der Teams zu den Spielen spielt die KI eine Rolle, ebenso wie bei Sicherheitsanalysen.

Personalisierte Highlight-Zusammenstellungen

Fans können im Internet KI-generierte personalisierte Highlight-Zusammenstellungen abrufen. Wer möchte, kann sich die besten Aktionen eines bestimmten Spielers anzeigen lassen – nahezu in Echtzeit und kommentiert in verschiedenen Sprachen, natürlich ebenfalls von Künstlicher Intelligenz erstellt.

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