Das japanische Indie-Spiel „Meccha Chameleon“ hat sich innerhalb weniger Wochen zu einem der erfolgreichsten Spiele des Jahres entwickelt. Seit seinem Erscheinen Mitte Juni auf der Online-Plattform Steam wurde es bereits mehr als zehn Millionen Mal verkauft und übertrumpft damit sogar millionenschwere Blockbuster.
Das Prinzip des Spiels
Das Spielprinzip ist denkbar einfach: Bis zu 24 Teilnehmer spielen Verstecken. Ein Team sucht, das andere versteckt sich. Alle Figuren starten als komplett weiße Gestalten. Mithilfe eines integrierten Farbwerkzeugs bemalen sich die Spieler selbst, um möglichst perfekt mit der Umgebung zu verschmelzen – wie ein Chamäleon. Dazu nehmen sie eine passende Pose ein. Wer sich besonders geschickt tarnt, wird oft erst auf den zweiten Blick entdeckt und dann mit einer Farb-Waffe markiert.
Erfolg auf Twitch
Besonders auf der Streaming-Plattform Twitch schlägt „Meccha Chameleon“ ein. Die Zuschauer verfolgen, wie Streamer verzweifelt nach perfekt getarnten Mitspielern suchen oder selbst mit absurden Tarnungen alle austricksen. Weil jede Runde anders verläuft und ständig kuriose Situationen entstehen, eignet sich das Spiel perfekt zur Unterhaltung. Mit fast 240.000 Zuschauern in der Spitze mischt der Titel derzeit bei den fünf meistgeschauten Spielen auf Twitch mit – nach Gaming-Riesen wie „League of Legends“ oder „Grand Theft Auto V“.
Entwickler im Hintergrund
Hinter dem Mega-Erfolg steckt kein großer Spielekonzern. Kreiert wurde „Meccha Chameleon“ von nur zwei japanischen Entwicklern, die im Internet unter den Pseudonymen Lemorion_1224 und Haganeiro bekannt sind. Die Entwicklungsdauer betrug gerade einmal zwei Monate. Ein großes Marketingbudget gab es nicht. Statt durch teure Werbekampagnen verbreitete sich das Game über Livestreams, Social Media und begeisterte Spieler.
Für die Entwickler ist der Überraschungserfolg wie ein Lottogewinn. Das Spiel, das hierzulande für günstige 6,15 Euro zu erwerben ist, hat binnen weniger Wochen Millionenumsätze erzielt. Damit zählt es zu den erfolgreichsten Spielen des Jahres, die nicht von namhaften Studios stammen. Manchmal reicht eben eine einfache Idee, wenn sie richtig viel Spaß macht.



