Der Konflikt um die Straße von Hormus erreicht eine neue Eskalationsstufe, doch ein Hoffnungsschimmer zeichnet sich ab. Das Pentagon gab bekannt, dass am Dienstag zwei Containerschiffe unter US-Flagge die vom Iran bedrohte Meerenge durchqueren konnten. Die dänische Reederei Maersk bestätigte ebenfalls die erfolgreiche Passage eines ihrer Frachter. Zuvor waren bereits zwei US-Kriegsschiffe symbolisch durch die angeblich gesicherte Route gefahren.
Der erneute Versuch der Amerikaner, die im Persischen Golf feststeckenden Tanker und Frachter zu befreien, brachte den fragilen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, der seit dem 8. April gilt, fast zum Kollaps. Irans Revolutionsgarden griffen US-Kriegsschiffe und Öltanker an, während die Vereinigten Arabischen Emirate unter Raketen- und Drohnenbeschuss gerieten. Die US-Marine wiederum versenkte sechs iranische Angriffsboote.
Moderne Minenräumung mit Tarnkappen-Technologie
Bei der Räumung der schmalen Hormus-Passage setzte das Pentagon in den vergangenen Wochen auf hochmoderne Unterwasser-Drohnen, um Seeminen aufzuspüren und zu beseitigen. US-General Brad Cooper (58) erklärte: „Wir haben unsere eigene Militärtechnologie auf einzigartige Weise eingesetzt, um eine freie Fahrspur durch die Meerenge zu schaffen!“ Dabei kam Tarnkappen-Technologie zum Einsatz, um unentdeckt zu bleiben.
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump (79) hofft nun, dass sich der Schiffsstau auflöst und die Exporte durch die wichtige Ölader wieder in Schwung kommen. Trump hatte zuvor das „Projekt Freiheit“ angekündigt, das die Koordination von Frachtern und logistische Unterstützung für Reedereien vorsieht.
Schifffahrtsunternehmen bleiben skeptisch
Das übergeordnete Ziel ist es, dem Iran sein wichtigstes Druckmittel zu nehmen. Die Blockade der Straße von Hormus beeinträchtigt rund 20 Prozent der weltweiten Ölexporte. Dennoch sind viele Reedereien noch nicht von Trumps Versprechen überzeugt. Sie bewerten die Durchfahrt weiterhin als zu risikoreich. US-Sicherheitsexperte Jonathan Schroden äußerte gegenüber BILD: „Letztlich wird nur ein Durchbruch bei den Verhandlungen zur Öffnung der Straße von Hormus führen. Solange Teheran glaubt, ein Druckmittel zu benötigen, bleibt die Passage ein Pulverfass.“
Trump hat jedoch ein weiteres Druckmittel in der Hinterhand: die Blockade iranischer Häfen durch die USA. Diese soll Teherans Ölexporte, eine wirtschaftliche Lebensader, unterbinden und die Iraner an den Verhandlungstisch zwingen. Schroden bewertet die US-Blockade als „militärisch wirksam“: „Kein Schiff hat die Blockade mit Gewalt durchbrochen!“ Allerdings räumt er ein, dass Teheran dadurch strategisch noch nicht in die Knie gezwungen werden konnte.



