Rodel-Olympia: Taubitz greift nach Gold - Fräbel patzt schwer im dritten Lauf
Rodel-Olympia: Taubitz vor Gold - Fräbel patzt

Rodel-Olympia: Julia Taubitz steht vor historischem Triumph

Die deutsche Rodel-Weltmeisterin Julia Taubitz ist dem olympischen Goldmedaillengewinn in Cortina d'Ampezzo so nah wie nie zuvor. Nach drei von vier Läufen führt die 29-Jährige vom WSC Oberwiesenthal das Feld mit einem komfortablen Vorsprung an. Ihre größte Konkurrentin, die lettische Rodlerin Elina Bota, liegt mit 0,704 Sekunden Rückstand auf dem zweiten Platz.

Fräbel verliert Medaillenchance nach Startfehlern

Ganz anders verlief der Wettkampf für die deutsche Olympia-Debütantin Merle Fräbel aus Suhl. Die Europameisterin, die noch am ersten Wettkampftag mit Taubitz ein packendes Duell lieferte und zeitweise sogar führte, patzte im dritten Lauf schwer. Nach Problemen am Start und einer Bandenberührung verlor sie wertvolle Zeit und liegt nun mit fast eineinhalb Sekunden Rückstand außerhalb der Medaillenränge.

Interessant dabei: Fräbel hatte bereits im Training mit ähnlichen Startschwierigkeiten zu kämpfen. „Mir ist es im Training auch schon passiert“, gab die Thüringerin vor dem Wettkampf zu. Diese Schwäche sollte sich im entscheidenden Moment als fatal erweisen.

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Taubitz im goldenen Flow

Julia Taubitz präsentiert sich dagegen in Bestform. Nachdem sie 2022 in Peking noch gestürzt war und als Siebte enttäuschte, zeigt sie in Cortina d'Ampezzo eine beeindruckende Leistungsserie. Im zweiten Lauf stellte sie erneut einen Bahnrekord auf und kommentierte euphorisch: „Der zweite Lauf war supergeil. Da war ich so im Flow drin.“

Die Erzgebirgerin nutzte ihre Startnummer 1 optimal aus und setzte von Beginn an Maßstäbe auf der neu gebauten Eisbahn im Cortina Sliding Centre. Ihr Vorsprung vor dem vierten und letzten Lauf gibt ihr die Möglichkeit, taktisch klug zu fahren und den größten Erfolg ihrer Karriere zu realisieren.

Weitere deutsche Teilnehmerinnen abgeschlagen

Auch für die anderen deutschen Rodlerinnen verlief der Wettkampf enttäuschend. Anna Berreiter aus Berchtesgaden, die 2022 in Peking noch olympisches Silber gewann, liegt deutlich zurück und hat keine Medaillenchance mehr. Auf dem dritten Platz rangiert vorerst die Amerikanerin Ashley Farquharson.

Der letzte Lauf verspricht trotz der klaren Führung von Taubitz noch Spannung, denn im Rodeln kann ein kleiner Fehler alles verändern. Doch die deutsche Favoritin hat ihre Nervenstärke bereits unter Beweis gestellt und steht kurz davor, ihre Sammlung mit der fehlenden olympischen Goldmedaille zu komplettieren.

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