Trotz aufgehobener Sperre: Kein Olympia-Einsatz für Biathletin Rebecca Passler
Kein Olympia-Einsatz für Passler trotz aufgehobener Sperre

Trotz aufgehobener Sperre: Kein Olympia-Einsatz für Biathletin Rebecca Passler

Die positiv auf eine verbotene Substanz getestete italienische Biathletin Rebecca Passler (24) wird bei den Olympischen Winterspielen nicht zum Einsatz kommen. Der Gastgeber verzichtet auf eine Nominierung der 24-Jährigen, die zuletzt positiv getestet worden war und deren vorläufige Sperre erst kürzlich aufgehoben wurde.

Staffelaufgebot ohne die Südtirolerin

Passler fehlt im Aufgebot der italienischen Mannschaft für die Staffel am Mittwoch (14.45 Uhr/ZDF und Eurosport). Stattdessen gehen Hannah Auchentaller, Dorothea Wierer, Michela Carrara und Verfolgungs-Olympiasiegerin Lisa Vittozzi an den Start. Da Passler auch nicht für den abschließenden Massenstart am Samstag qualifiziert ist, wird sie keinen Auftritt bei ihrem Heimspiel in Antholz haben.

Dopingfall mit kontaminiertem Nutella-Löffel

Passler war am 2. Februar vorläufig gesperrt worden, nachdem sie bei einer Dopingkontrolle außerhalb des Wettkampfs positiv auf Letrozol getestet worden war. Dabei handelt es sich um ein Antiöstrogen, das in der Brustkrebstherapie eingesetzt wird. Die Athletin hatte argumentiert, dass es sich bei dem Befund "um einen Fall von Kontamination handelt, für den die Athletin keine Schuld trifft".

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Italienischen Medienberichten zufolge soll ein Löffel kontaminiert gewesen sein, den Passler in einem Nutella-Glas zusammen mit ihrer Mutter genutzt hatte. Ihre Mutter leidet demnach an Brustkrebs und verwendet zur Therapie das Mittel Letrozol.

Rechtliche Entwicklung und Trainingsrückkehr

Nachdem sich der Internationale Sportgerichtshof CAS für "nicht zuständig" erklärt hatte, gab das Nationale Berufungsgericht der italienischen Anti-Doping-Agentur NADO am vergangenen Freitag Passlers Berufung gegen die vorläufige Suspendierung statt. Das Gericht erkannte die "offensichtliche Begründetheit der unbeabsichtigten Einnahme oder der unwissentlichen Kontamination mit der betreffenden Substanz" an.

Passler, die wenige Kilometer von Antholz in Bruneck in Südtirol geboren wurde, hatte am Montag erstmals auf der Olympia-Anlage trainiert. In der laufenden Weltcup-Saison erreichte die Athletin zweimal den elften Platz und damit ihre besten Resultate auf dieser Ebene. Sie ist eine Nichte von Johann Passler, einem zweifachen Biathlon-Olympiamedaillengewinner von Calgary 1988.

Die Entscheidung des italienischen Teams bedeutet, dass Passlers Olympia-Traum trotz juristischem Erfolg vorerst geplatzt ist. Die Biathletin muss nun auf zukünftige internationale Wettkämpfe hoffen, um ihre Karriere fortzusetzen.

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