Ein Jahr danach: Markus Eisenbichlers emotionaler Skisprung-Abschied rührte selbst Hannawald zu Tränen
Eisenbichlers Skisprung-Abschied: Emotionaler Rückblick nach einem Jahr

Ein Jahr nach dem Abschied: Markus Eisenbichlers letzte Sprünge bleiben unvergessen

Vor genau einem Jahr, am 29. März 2025, beendete Markus Eisenbichler seine beeindruckende Skisprung-Karriere. Der Abschied des 34-jährigen Bayern war so emotional, dass er nicht nur ihn selbst, sondern sogar Skisprung-Legende Sven Hannawald zu Tränen rührte. Dieser Moment zeigt, wie sehr der Athlet geschätzt wurde und welche Spuren er hinterlassen hat.

Zwei starke Sprünge und ein letzter Podestplatz

Beim Team-Skifliegen in Planica zeigte Eisenbichler als Schlussspringer noch einmal seine ganze Klasse. Mit zwei Sprüngen auf jeweils 223,5 Meter sicherte er dem deutschen Team den zweiten Platz hinter Österreich. Anschließend fehlten dem sonst so wortgewandten Sportler fast die Worte. „Es war echt eine schöne Zeit. Mir fällt das echt wahnsinnig schwer. Ich werde es auf jeden Fall vermissen. Das war mein Leben, was ich gemacht habe“, bekannte er emotional.

Besonders bewegend wurde es, als sich Eisenbichler direkt an seine Eltern wandte. „Ich bin natürlich auch auf meine Eltern stolz. Papa: Schade, dass du nicht hergekommen bist, aber ich kann dich voll verstehen. Für dich wäre es nochmal emotionaler geworden. Mama ist hier und das freut mich wahnsinnig. Ohne sie wäre es nicht gegangen“, dankte er unter Tränen.

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Tränen bei Hannawald und emotionales TV-Team

Im Umfeld blieb nach Eisenbichlers letzten Sprüngen kaum ein Auge trocken. TV-Experte Sven Hannawald „hat sich noch die ein oder andere Träne aus dem Auge wischen müssen. Das war nochmal hochemotional“, verriet ARD-Kommentator Tom Bartels. Bartels selbst konnte sich kaum zurückhalten und rief bei Eisenbichlers finalem Sprung: „Jaaa. Das schafft er. Was für ein Abschluss“.

ARD-Moderatorin Lea Wagner bilanzierte: „Was für ein emotionaler Abschied. Viel schöner kann man sich so einen Abschied gar nicht vorstellen“. Sie fügte hinzu: „Wir haben es sehr genossen. Genau diese Emotionen sind das, was Sie ausmacht und warum Sie jeder Skisprung-Fan ins Herz geschlossen hat“.

Sektdusche und Jubel im Auslauf

Unmittelbar nach seinem letzten Satz der Karriere war die Freude zu groß, um sie bis zum Wettkampfende zurückzuhalten. Seine Teammitglieder überraschten ihn mit einer Sektdusche und trugen ihn auf den Schultern. Eisenbichlers Fanklub mit Freunden und Familie feierte mit „Danke-Eisei“-Shirts.

„Das bedeutet mir viel. Ich muss gerade mit mir kämpfen, weil es so emotional war. Es war nochmal schön, zwei gute Flüge zu haben“, sagte Eisenbichler im Interview. Als er auf seine Weggefährten angesprochen wurde, kämpfte er sichtlich mit den Tränen: „Ich bin einfach so stolz, solche tollen Leute um mich zu haben. Das bedeutet mir sehr viel. Es raubt mir gerade den Atem“.

Beeindruckende sportliche Bilanz

Sportlich blickt Eisenbichler auf eine herausragende Karriere zurück. Seine größten Erfolge feierte er 2019 bei der Nordischen Ski-WM mit drei Goldmedaillen (Großschanze, Team, Mixed-Team). Bei der Vierschanzentournee 2018/19 wurde er Gesamtzweiter hinter Ryoyu Kobayashi.

  • Sechs Goldmedaillen bei Nordischen Ski-Weltmeisterschaften
  • Eine Bronzemedaille bei Weltmeisterschaften
  • Bronzemedaille mit dem DSV-Team bei Olympia 2022 in Peking

Neue Rolle als TV-Experte

Nach seinem Rücktritt bleibt Eisenbichler dem Skisprung-Zirkus erhalten. Als TV-Experte bei Eurosport begleitet er weiterhin ausgewählte Wettbewerbe. „Ich hatte eine großartige Zeit als Aktiver und freue mich sehr, dem Skispringen in neuer Rolle als Eurosport-Experte verbunden zu bleiben“, erklärte er.

Sein langjähriger Zimmerkollege Karl Geiger sagte: „Ich weiß gar nicht, wie sehr er mir dann wirklich fehlen wird“. Eins steht fest: Mit Markus Eisenbichler hat das deutsche Skispringen einen angesehenen und geschätzten Athleten verloren – das wurde bei seinen letzten Sprüngen vor einem Jahr mehr als deutlich.

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