BR Volleys vor Finaleinzug: Kampf gegen Friedrichshafen und ungewohnte Hallenbeleuchtung
Die Berliner BR Volleys stehen nur noch einen Sieg vom Endspiel um die deutsche Volleyball-Meisterschaft entfernt. Im zweiten Halbfinalspiel trifft der Hauptstadt-Club auf den VfB Friedrichshafen – und muss sich dabei nicht nur mit dem sportlichen Gegner, sondern auch mit besonderen Gegebenheiten in der Halle am Bodensee auseinandersetzen.
„Komische Lichter“ in Friedrichshafener Halle
Nationalspieler Moritz Reichert verwies im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur auf die ungewöhnliche Beleuchtungssituation in der Friedrichshafener Spielstätte. „Die haben etwas komische Lichter, die über die ganze Decke verteilt sind. Wenn man nicht daran gewöhnt ist, ist das manchmal komisch“, erklärte der Spieler. Im Kontrast dazu seien die Leuchten in der heimischen Max-Schmeling-Halle eher seitlich des Spielfeldes positioniert. „Direkt über dem Feld sind eigentlich keine Lichter und das ist dann ein bisschen leichter, sich zu orientieren“, fügte Reichert hinzu.
Matchball für Berlin trotz äußerer Umstände
Trotz dieser Herausforderung gelten die Berliner als klarer Favorit in der Halbfinalserie. Das erste Duell in der eigenen Halle hatten die Volleys mit 3:1 gegen Friedrichshafen gewonnen. Besonders erfreulich für das Team war dabei das Comeback von Moritz Reichert nach seiner Verletzungspause – der Nationalspieler wurde prompt zum wertvollsten Spieler des Spiels gewählt.
Dennoch hat der Hauptstadt-Club noch eine Rechnung mit dem Bundesliga-Konkurrenten offen. Im Dezember war man im Pokal-Halbfinale mit 2:3 gegen Friedrichshafen ausgeschieden. Libero Kyle Dagostino blickt dennoch optimistisch nach vorn: „Man kann sagen, dass einige Ergebnisse im Saisonverlauf enttäuschend waren. Wir haben zwar den Ligacup gewonnen, aber das Pokalfinale und die nächste Runde in der Champions League und im CEV Cup verpasst. Doch jetzt haben wir die Möglichkeit, das größte Ziel noch zu erreichen.“
Mögliches Traumfinale gegen Lüneburg
Während der volle Fokus der Berliner auf dem eigenen Spiel liegt, schielt man mit einem Auge bereits auf die Konkurrenz. In der parallel laufenden Halbfinalserie führt Favorit Lüneburg gegen Düren. „Ich rechne auch damit, dass sie ins Finale kommen werden. Die haben ja bisher die ganze Saison über sehr stabil gespielt“, befand Moritz Reichert. Die Norddeutschen hatten die Hauptrunde auf dem ersten Platz beendet und würden bei einem möglichen Endspiel gegen die Volleys im entscheidenden fünften Spiel den Heimvorteil genießen.
Die Berliner BR Volleys stehen somit vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen nicht nur den sportlichen Gegner Friedrichshafen bezwingen, sondern sich auch mit den ungewohnten Lichtverhältnissen in der fremden Halle arrangieren. Ein Sieg würde den Einzug ins Finale der deutschen Volleyball-Meisterschaft bedeuten und die Chance auf den größten Titel der Saison eröffnen.



