Wenn Tennis zur Nebensache wird: Alexander Zverev (29) zeigt sein großes Familienherz. Nach seinem Einzug ins Halbfinale der French Open in Paris offenbarte der Hamburger einen schweren Schicksalsschlag. Beim 7:6, 6:1, 6:3-Sieg gegen den Spanier Rafael Jodar (19) saß Oma Natalia in der Box – aus einem traurigen Grund.
Trauer um den Großvater
„Mein Großvater ist leider verstorben. Da haben wir sie nach Europa geholt“, erklärte Zverev. Die Organisation erwies sich als schwierig: „Es ist relativ schwierig, da sie ja einen russischen Pass hat. Das hat daher etwas länger gedauert. Jetzt hat sie ein Visum und reist immer ein bisschen mit“, so die Nummer 3 der Welt. Der 29-Jährige steht zum fünften Mal in sechs Jahren bei den French Open im Halbfinale und strebt seinem ersten Grand-Slam-Titel entgegen.
Oma Natalia als Reisebegleitung
Schon in Monte Carlo, München und Rom war Oma Natalia mit dabei und erlebt die Tenniskarriere ihres Enkels nun hautnah. Auch der zweite Enkel, Mischa (38), der zugleich Manager seines Bruders ist, kümmert sich liebevoll um die Großmutter. Zverev, der am Freitag sein viertes Grand-Slam-Finale erreichen kann, sagte: „Meine Oma genießt gerade das Leben so ein bisschen, genießt ihre Enkel und ihre Urenkel. Sie hat in ihrer Heimat, in Sotschi, wenig zu tun und versucht, so viel wie möglich bei uns zu bleiben.“
Neben den drei Kindern von Mischa hat auch Alexander eine Tochter, Mayla (5). Sie lebt bei der Mutter, dem Model Brenda Patea (33), in Berlin. Vier Urenkel – da gibt es für Uroma Natalia eine Menge zu tun. Und so ganz nebenbei avancierte sie zum Glücksbringer. Auf dem Court Philippe Chatrier, auf dem Zverev all seine Matches bei den French Open austrug, sitzt sie immer auf demselben Platz. Auch die übrigen Personen in seiner Box bleiben stets an den gleichen Plätzen – Zverev ist abergläubisch und möchte vom ersten Spiel an bis Turnierende keine Veränderung in der Sitzordnung seines Teams.
Familienbande werden enger
Zu dem Team gehört nun auch Oma Natalia. Die Familienbande sind noch fester geknüpft. Nur Tochter Irina (59), Zverevs Mutter, ließ sich nicht überreden, wieder ins Stadion zu kommen. Sie schaut sich die Spiele ihres Sohnes weiterhin nicht aus der Box an. Nachdem sie bei den US Open ein paarmal live dabei war, ist sie nun seit längerem wieder unterwegs, wenn ihr Sprössling den Schläger schwingt. Für sie ist das zu aufregend. Ihrer Mutter Natalia, die immer feste anfeuert und mitklatscht, scheint die Spannung auf dem Tenniscourt nichts auszumachen. Hoffentlich kann sie ihren Enkel in Paris noch zweimal bewundern.



