French Open: Zverevs Härtetest gegen den jungen „Rafa“ Jódar
Zverevs Härtetest: Junger „Rafa“ Jódar fordert ihn

Zverevs nächster Gegner: Rafael Jódar – ein junger „Rafa“ aus dem Nichts

Alexander Zverev steht bei den French Open in Paris vor seiner ersten großen Bewährungsprobe. Nach einem soliden Start ins Turnier trifft der Weltranglistendritte im Viertelfinale auf den spanischen Teenager Rafael Jódar. Der 19-Jährige hat in den vergangenen Wochen mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und wird bereits als kommender Star gefeiert. Sein Spitzname „Rafa“ weckt Erinnerungen an den Sandplatzkönig Rafael Nadal, auch wenn sein Spielstil anders ist.

Jódars steiler Aufstieg

Vor einem Jahr stand Jódar noch auf Platz 707 der Weltrangliste, nun wird er als Mitfavorit in Roland Garros gehandelt. Mit einer beeindruckenden Sandplatzbilanz von 19:3 Siegen hat er sogar eine bessere Quote als Zverev (17:4). Der Madrilene gewann 2024 den Junioren-Titel bei den US Open und spielt nun bei den Profis groß auf. Boris Becker, dreimaliger Wimbledon-Sieger, beschreibt Jódars Spiel als „wie die Feuerwehr“ und sieht in ihm „eine echte Herausforderung“ für Zverev.

Zverevs Vorbereitung auf das Duell

Zverev zeigt sich respektvoll gegenüber seinem jungen Gegner. „Er hat großes Lob verdient. Er spielt fantastisches Tennis“, sagt der Hamburger. Der Spanier könne den Ball „von beiden Seiten beschleunigen, was unglaublich bemerkenswert ist“. Zverev betont, dass er sich selbst vertrauen und bereit sein werde. Ein erneutes Scheitern bei einem Grand-Slam-Turnier würde ihn als großen Verlierer dastehen lassen, besonders nach dem frühen Aus von Jannik Sinner und Novak Djokovic.

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Druckbewältigung und mentale Stärke

Im Achtelfinale gegen Jesper de Jong zeigte Zverev nach anfänglichen Schwierigkeiten eine starke Leistung und gewann 7:6, 6:4, 6:1. Boris Becker bemerkte, dass sich die Psyche des Deutschen beruhigt habe. Zverev selbst schaltet während des Turniers ab: „Mein Handy ist aus“, sagt er, um den Druck und die Erwartungen der Fans auszublenden. Den Hype um Jódar bekommt er dennoch mit und bezeichnet die Situation des jungen Spaniers als „tolle Zeit“, da er ohne Druck spielen könne.

Jódar: „Ein Geschenk“

Jódar selbst genießt den Moment. Das Viertelfinale sei für ihn „ein Geschenk“, sagt er. Er spiele befreit und mutig, ähnlich wie sein gleichaltriger Kollege João Fonseca aus Brasilien, der ebenfalls im Viertelfinale steht. Die Erfolge der Youngster zeigen Zverev, dass die nächste Generation mit großer Wucht nach vorne drängt. Er müsse sie jetzt stoppen, bevor es noch schwieriger wird, wenn auch Sinner und Alcaraz wieder fit sind.

Kräfteverhältnisse und Kontroversen

Ein Vorteil für Zverev: Er hat bislang nur einen Satz abgegeben und konnte Kräfte sparen. Jódar musste in den letzten zwei Runden jeweils über fünf Sätze gehen. Zverev glaubt jedoch, dass sich der junge Spanier schnell erholt. Eine kleine Kontroverse gab es um Jódar, als ein Video zeigte, wie er ein Ballmädchen beim Verlassen des Platzes berührte. Ein zweites Video mit einer anderen Perspektive entlastete ihn jedoch.

Das Viertelfinale findet am Dienstagnachmittag statt. Zverev weiß, dass er gewinnen muss, um seinen Traum vom ersten Grand-Slam-Titel zu verwirklichen.

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