Sinner erobert Weltranglistenführung zurück: Sandplatz-Triumph in Monte Carlo
In einem dramatischen und vom böigen Wind beeinflussten Endspiel hat Jannik Sinner seinen Dauerrivalen Carlos Alcaraz besiegt und sich damit erneut die Position als Nummer eins der Tenniswelt gesichert. Der Italiener setzte sich im Finale des prestigeträchtigen Masters-Turniers in Monte Carlo mit 7:6 (7:5) und 6:3 durch und beendete damit die 22-wöchige Führungszeit des Spaniers an der Spitze der Weltrangliste.
Ein historischer vierten Masters-Titel in Serie
Für den 24-jährigen Südtiroler bedeutet dieser Sieg einen besonderen Meilenstein in seiner bereits glanzvollen Karriere. Es handelt sich um seinen vierten Masters-Titel in ununterbrochener Folge, nachdem er zuvor bereits die Turniere in Paris, Indian Wells und Miami für sich entschieden hatte. Diese beeindruckende Serie von vier aufeinanderfolgenden Titeln in der hochdotierten 1000er-Serie wurde in der Vergangenheit nur von den Legenden Novak Djokovic und Rafael Nadal erreicht.
Der Triumph in Monte Carlo ist für Sinner in doppelter Hinsicht wertvoll. Nicht nur sicherte er sich damit seinen 26. Titel auf der ATP-Tour, sondern es ist auch erst sein zweiter Erfolg auf Sandplatz nach seinem Sieg in Umag im Jahr 2022. Damit sendet der Italiener ein deutliches Signal für die anstehende Sandplatzsaison, die ihren Höhepunkt mit den French Open ab dem 24. Mai finden wird.
Windige Bedingungen fordern beide Spieler heraus
Das Sonntagsfinale gestaltete sich unter schwierigen äußeren Bedingungen. Der böige Wind störte sowohl Sinner als auch Alcaraz erheblich in ihren Spielabläufen und verhinderte lange Zeit, dass beide ihr volles Potenzial abrufen konnten. Besonders beim Aufschlag und Return unterliefen den beiden Ausnahmespielern ungewöhnlich viele Fehler.
Der erste Satz entwickelte sich zu einem äußerst knappen und umkämpften Duell, das erst durch einen Doppelfehler von French-Open-Champion Alcaraz im Tiebreak zugunsten von Sinner entschieden wurde. Im zweiten Durchgang gelang Alcaraz zwar ein frühes Break, doch Sinner zeigte mentale Stärke und überwand seine kurze Schwächephase.
Mit beeindruckender Kontrolle übernahm der Italiener wieder die Initiative und erzielte mit seinem zweiten Break in Folge zum 5:3 die entscheidende Weichenstellung. In seinem anschließenden Aufschlagspiel nutzte Sinner dann souverän seinen ersten Matchball zum verdienten Sieg nach 2 Stunden und 15 Minuten Spielzeit.
Bilanz gegen Alcaraz verbessert sich
Mit diesem Sieg verbesserte Sinner seine Bilanz gegen den spanischen Rivalen auf 7:10 und demonstrierte einmal mehr, warum er und Alcaraz derzeit die dominierenden Kräfte im Herrentennis darstellen. Die beiden haben bei den vergangenen neun Grand-Slam-Turnieren die Titel untereinander aufgeteilt und ihre Konkurrenten, darunter auch Alexander Zverev, deutlich abgehängt.
Im Halbfinale hatte Sinner dem Deutschen Zverev, gegen den er bereits in Indian Wells und Miami triumphiert hatte, erneut kaum eine Chance gelassen und sich mit 6:1, 6:4 deutlich durchgesetzt. Alcaraz seinerseits zog nach einem 6:4, 6:4-Erfolg gegen den Lokalmatador Valentin Vacherot aus Monaco ins Finale ein.
Ab Montag wird Jannik Sinner nun wieder offiziell die Weltrangliste anführen und damit seine Rückkehr an die absolute Spitze des Tennissports besiegeln. Dieser Triumph in Monte Carlo markiert nicht nur einen persönlichen Erfolg, sondern unterstreicht auch seine außergewöhnliche Form und mentale Stärke in der aktuellen Saison.



