Maja Chwalinska hat bei den French Open für eine große Sensation gesorgt. Die 24-jährige Polin erreichte als Qualifikantin das Finale und schrieb damit Tennisgeschichte. Doch ihr Erfolg in Paris hat nicht nur sportliche, sondern auch finanzielle Auswirkungen. Chwalinska, die bisher ohne Sponsoren auskommen musste, steht nun vor einer deutlichen Verbesserung ihrer finanziellen Situation.
Preisgeld-Sprung für Chwalinska
Bislang hatte Chwalinska in ihrer Karriere rund 742.000 Euro an Preisgeldern verdient. Allein durch ihren Einzug ins Finale sind ihr in Roland Garros bereits 1.400.000 Euro sicher. Sollte sie am Samstag gegen die favorisierte Russin Mirra Andrejewa gewinnen, verdoppelt sich diese Summe auf 2.800.000 Euro. Ein Sieg würde ihr Leben nachhaltig verändern.
Hotelproblem dank Sponsor gelöst
Doch die Preisgelder werden erst nach Turnierende ausgezahlt. Nach ihrem Achtelfinalsieg gegen Maria Sakkari stand Chwalinska vor einem Problem: Sie musste kurzfristig ein Hotel für eine weitere Woche im teuren Paris buchen. Die Weltranglisten-114. hoffte auf freie Zimmer und genug Geld. Ein polnischer Sponsor sprang schließlich ein und übernahm die Kosten. „Ich bin sehr dankbar dafür“, sagte sie. „Ansonsten konzentriere ich mich voll und ganz auf Tennis, und alles Weitere ergibt sich nach dem Turnier.“
Märchenhafte Reise in Paris
Chwalinska ist erst die zweite Qualifikantin, die ein Grand-Slam-Finale erreicht. Zuvor gelang dies Emma Raducanu bei den US Open 2021, die damals sogar den Titel holte. Chwalinska, die in der Vergangenheit mit Verletzungen und Depressionen zu kämpfen hatte, genießt ihren Lauf in vollen Zügen. „Es ist ein Traum“, so die Polin. Ihre sympathische Art und die bewegende Geschichte machen sie zu einer Vermarktungsattraktion.
Das Finale der French Open findet an diesem Samstag statt. Chwalinska trifft auf die klare Favoritin Mirra Andrejewa aus Russland. Unabhängig vom Ausgang wird sich ihr Leben durch diesen Turnierverlauf grundlegend ändern.



