Medikationsverstoß im Pferdesport: Deutsche Reiterhoffnung verliert Weltcup-Erfolg
Der deutsche Springreiter Tom Schewe muss sich mit einem herben Rückschlag in seiner Karriere auseinandersetzen. Nach einer positiven Medikationskontrolle bei seinem Pferd Congress Blue verliert der 27-jährige Profi aus Bad Eilsen sämtliche Punkte und das Preisgeld, die er beim Weltcup-Turnier in Bordeaux erzielt hatte.
Substanz 3-Hydroxydetomidin in Dopingprobe nachgewiesen
Der Weltverband FEI gab bekannt, dass in der Dopingprobe des Pferdes die Substanz 3-Hydroxydetomidin gefunden wurde. Dabei handelt es sich nicht um ein klassisches Dopingmittel, sondern um ein im Wettkampf verbotenes Medikament. Die Substanz ist ein Abbauprodukt des in der Tiermedizin häufig verwendeten Beruhigungsmittels Detomidin.
Wichtig zu wissen: Pferde dürfen mit diesem Medikament behandelt werden, jedoch muss es zum Zeitpunkt des Turniereinsatzes vollständig abgebaut sein. Andernfalls gilt es als Regelverstoß gegen die Medikationsbestimmungen.
Bisher bestes internationales Ergebnis annulliert
Für Tom Schewe, der im vergangenen Jahr deutscher Vize-Meister wurde, war der dritte Platz beim Weltcup in Bordeaux das bisher beste Ergebnis seiner internationalen Karriere. Der überraschende Erfolg vom Anfang Februar wird nun jedoch vollständig gestrichen.
Da Schewe dem sogenannten Fast-Track-Verfahren der FEI zugestimmt hat, bleibt ihm eine Sperre erspart. Dennoch muss der Reiter die gewonnene Prämie in Höhe von 34.500 Euro zurückzahlen und verliert zusätzlich die 15 Weltcup-Punkte, die mit dem dritten Platz verbunden waren.
Zusätzliche finanzielle Konsequenzen für den Reiter
Neben dem Verlust des Preisgeldes und der Punkte muss Schewe weitere finanzielle Einbußen hinnehmen:
- Eine Geldstrafe in Höhe von 1.500 Schweizer Franken
- Verfahrenskosten von 2.000 Schweizer Franken
Der Fall zeigt einmal mehr, wie streng die Medikationskontrollen im professionellen Pferdesport gehandhabt werden und welche Konsequenzen selbst unbeabsichtigte Verstöße nach sich ziehen können. Für Schewe bedeutet dies einen deutlichen Rückschlag in seiner sportlichen Entwicklung und finanziellen Planung.



