Van der Poel knapp geschlagen: Philipsen siegt bei Gent-Wevelgem-Nachfolger
Van der Poel verpasst Sieg - Philipsen gewinnt Radklassiker

Van der Poel knapp geschlagen: Philipsen triumphiert bei Traditionsrennen

Der niederländische Radsportstar Mathieu van der Poel hat bei der 88. Auflage des Halbklassikers In Flanders Fields – From Middelkerke to Wevelgem einen möglichen Sieg in letzter Sekunde aus der Hand gegeben. Der 31-Jährige vom Team Alpecin-Premier Tech wurde nach einer langen und spektakulären Flucht gemeinsam mit seinem Rivalen Wout van Aert knapp einen Kilometer vor dem Ziel vom Hauptfeld eingeholt.

Philipsen entscheidet Massensprint für sich

Während van der Poel enttäuscht sein musste, durfte sein Rennstall dennoch jubeln: Im anschließenden Massensprint setzte sich Teamkollege Jasper Philipsen durch und sicherte sich den Sieg vor dem Dänen Tobias Lund Andresen vom Team Decathlon-CMA CGM und Christophe Laporte, dem Teamkollegen von Wout van Aert bei Visma-Lease a bike.

Für den 28-jährigen Philipsen bedeutete dieser Erfolg einen besonderen Meilenstein: Mit seinem 60. Profisieg zog er mit Wout van Aert gleich und feierte zudem den ersten belgischen Triumph bei diesem Traditionsrennen seit van Aerts Sieg im Jahr 2021. Im Ziel fielen sich die beiden Topstars van der Poel und van Aert nach ihrem gemeinsamen Ausreißversuch sichtlich erschöpft, aber respektvoll in die Arme.

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Spektakuläre Flucht über den Kemmelberg

Van der Poel, der erst am Freitag zum dritten Mal in Folge das belgische Eintagesrennen E3 Saxo Classic gewonnen hatte, zeigte erneut seine Klasse. Bei der 240,8 Kilometer langen Hatz von Middelkerke nach Wevelgem attackierte der Weltmeister von 2023 knapp 36 Kilometer vor dem Ziel bei der letzten Überquerung des berüchtigten Kemmelbergs.

Nur Wout van Aert konnte auf der tückischen Kopfsteinpflaster-Passage folgen, und das Duo baute einen respektablen Vorsprung auf. Später schloss sich ihnen noch der Belgier Alex Segaert an, doch das Trio wurde schließlich einen Kilometer vor dem Ende vom heranrasenden Hauptfeld gestellt.

Deutsche Fahrer spielten bei der Entscheidung des Rennens leider keine bedeutende Rolle. Für van der Poel bedeutet dieses Ergebnis, dass er einen weiteren prestigeträchtigen Triumph für seine bereits beeindruckende Titelsammlung verpasst hat.

Große Duelle mit Pogacar stehen bevor

Die Radsportwelt blickt nun gespannt auf die kommenden Wochen: Am nächsten Sonntag und eine Woche später kommt es zu den mit großer Erwartung verfolgten Duelle zwischen Mathieu van der Poel und dem slowenischen Superstar Tadej Pogacar. Zunächst steht die prestigeträchtige Flandern-Rundfahrt auf dem Programm, gefolgt vom legendären Paris-Roubaix.

Diese Begegnungen versprechen spannende Rennen auf höchstem Niveau, bei denen van der Poel die Gelegenheit haben wird, die Enttäuschung von Wevelgem hinter sich zu lassen und seine Dominanz im Frühjahr fortzusetzen.

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